|
Witten, April 2005
10 Jahre Frauenlauftreff Stockum
Gründung im Mai 1995
Seit 10 Jahren laufen sie – und haben immer noch Lust.
„So lange ist das schon her, es kommt mir viel kürzer
vor“, sagt Ulrike Kawallek, eine Läuferin der ersten
Stunde. Mittlerweile läuft sie ihren dritten Marathon und
plant noch weitere. Zum Glück hat sie aber auch die
Anfänge nicht vergessen: Eine Minute gehen, eine Minute
langsam joggen, bis die Zeit um war. Am Ende Freude und
Staunen, dass es funktionierte und auch noch gut.
Nach und nach verlängerten sich die Laufeinheiten, bald
lief sie mit der nächst stärkeren Gruppe. Die Strecke
wurde länger, das Tempo schneller und die Freude über die
eigene Leistung wuchs. Wie es endete, ist bekannt: 42 km
jagen ihr und ihren Mitläuferinnen Frauke, Rita, Josefa,
Claudia, und Sabine keine Angst ein.
Helene, Ulla und Elsmarie begnügen sich mit 21 km, aber
alle zusammen haben beim gemeinsamen Training viel Spaß.
Und wenn die Muskeln doch mal übersäuern, ein Knie den
problemlosen Dienst verweigert oder eine Erkältung das
Training erschwert, ist immer ausreichend Trost zur
Stelle.

„Trotz dieser leistungsstarken Läuferinnen steht beim
Frauenlauftreff die Freude an der Bewegung in frischer
Luft an erster Stelle“, sagt Anke Brauckmann, Gründerin
des Frauenlauftreffs. „Nach wie vor ist mein Ziel, dass
Anfängerinnen gerne wieder kommen und nicht beim ersten
Training überfordert werden. Wenn der innere Schweinehund
erst einmal überwunden ist und die Frauen wissen, was sie
leisten können, ist die größte Hürde genommen. Wichtig ist
eine flexible Gruppeneinteilung und Betreuung für die
ersten Schritte, danach geht alles wie von selbst“,
ergänzt sie.
Maria, auch eine Läuferin der allerersten Stunde, lässt
fast keinen Montag ausfallen. Sie schätzt besonders den
gegenseitigen Austausch der Frauen ihrer Laufgruppe. „Es
ist entspannend und schafft gute Laune, sich mit den
Frauen während eines Laufes zu unterhalten, ganz ohne
Leistungsdruck“, outet sie sich als Genussläuferin.
Petra, Doris, Dagmar und Sylvie freuen sich jeden Montag,
sich und ihren Körpern etwas Gutes zu tun.
Mira, mit 12 Jahren die jüngste Teilnehmerin, kam mit
Sabine am 04. April zum ersten Training. „Es hat viel Spaß
gemacht, und ich wusste gar nicht, dass ich so gut drauf
bin“, sagte Mira und versichert, gerne wieder zu kommen.
Überhaupt ist die Altersspanne zwischen 12 und 65 Jahren
recht groß, und dadurch werden Akzeptanz und Toleranz
mehr und mehr gefördert.
Viele der Frauen verabreden sich unter der Woche zu einem
zweiten Lauftermin, mittlerweile hat sich auch eine
walking-Gruppe angeschlossen, die jedoch ohne fachkundige
Anleitung den Dorneywald genießt.
Das jährliche Gartenfest in Herbede, ein Wandertag und ein
gemeinsames Essen vervollständigen über das Jahr gesehen
die Aktivitäten des Frauenlauftreffs.
Einige Frauen kommen nur sporadisch, um sich für einen
Firmenlauf, Zwiebellauf o.ä. fit zu machen, einige können
berufsbedingt nicht jeden Montag kommen, andere laufen nur
im Sommer, aber immer sind zahlreiche Frauen
Montags um 18
Uhr am Treffpunkt versammelt.
Der Treffpunkt variiert nach Jahreszeit:
Im Winter auf dem Parkplatz, Herdecker Str.,
da auf dem Rheinischen Esel gelaufen wird.
Im Sommer Dorneystr. / Ecke Stockumer Heide
Trainingsstrecke ist der Dorneywald, der gerade im
Frühling besonders reizvoll ist und mit dem weiß blühenden
Teppich von Buschwindröschen, dem würzigen Duft von
Bärlauch und dem Zwitschern der Vögel alle Sinne
anspricht, und ganz nebenbei findet sich hier ein
wunderbarer Laufkurs, zu dem alle Anfängerinnen ganz
herzlich eingeladen sind.
Infos: Anke Brauckmann, Tel: 0 23 02 / 69 60 24 oder 69
60 25

Die Finisher beim RuhrMarathon
2005 (von links): Ulrike Kawallek, Claudia Gora, Josefa
Wittboldt, Ulla Zengerle (Halbmarathon), Helene Welling
(Halbmarathon), Rita Hötzel. Nicht auf dem Bild ist Sabine
Ritz, die ebenfalls finishte.
|