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Das war mein erster Crosslauf – na ja,
wohl eher „Soft“-Cross. Eigentlich wich die Streckenführung nur
marginal von der des Hauptlaufes ab, und dennoch wurde von Spikes
abgeraten, da die Strecke teilweise über Asphalt führte.
Egal! – Ich hatte mich semi-professionell auf den Lauf vorbereitet:
Am Freitag besuchte ich in Begleitung meines Bruders diverse,
einschlägig bekannte Brauhäuser in der Kölner Altstadt. Serviert
wurden obergärige, wohlschmeckende Erfrischungsgetränke. Plötzlich
auftretende Hunger-gefühle wurden unverzüglich mittels einer
ordentlichen Portion Reibe-kuchen gestillt. Zapfenstreich war
letztendlich um … weiß nicht mehr ;-)
Doch nun zum Crosslauf: Am Sonntag war
ich um ca. 12 Uhr an der Strecke, und der Hauptlauf war im vollen
Gange. Ein Kenianer rannte einsam an der Spitze. Der war vielleicht
dünn! Der hätte ruhig auch ein paar Kölsch inklusive Reibekuchen
vertragen können. Spikes hatte der auch nicht – ich glaube, das war
dem total egal! Und als ich sah, dass er den gleichen
Wettkampfschuh wie ich trug, wusste ich, das wird ein guter Tag für
mich ;-)
Um 12:30 ging es für uns in den
Startblock. Drei Runden galt es zu laufen. Die erste Runde lief
gut, ich konnte mich locker in der Spitzengruppe halten. Plötzlich
fühlte ich mich total kaputt, die zweite Runde wurde bereits zur
Qual. „Oh Gott, das wird ein Desaster“ dachte ich. Der Boden uneben
und mit Löchern und Maulwurfshügeln gespickt, die Anstiege
matschig! Geäst, das vorsätzlich auf der Laufstrecke angehäuft
wurde … - das ist also Cross!?
Auf der letzten Runde fühlte ich mich
wieder etwas besser, allerdings hatte sich das führende Trio etwas
absetzten können, und ich blickte schon immer über die Schulter nach
hinten. Aber irgendwie sind die Kameraden vor mir dann langsamer,
oder ich schneller geworden. Auf den letzten 1000 m kam ich wieder
heran. Läufer Drei und Zwei konnte ich attackieren und zum
Führenden aufschließen. Den Sprint habe ich wohl zu spät angezogen
– bzw. ich habe mich mit der Zielgeraden verschätzt. Völlig egal!
Ich war total glücklich im Ziel, da ich eigentlich schon zu Beginn
der 3. Runde abgeschlagen war.
Schade nur, dass es nach dem
Wettbewerb keine Rennwurst gab (Das ist die obligatorische
Grillwurst nach jeder RTF oder Laufveranstaltung!), sondern
lediglich Brühwürstchen. Lauftechnisch habe ich für dieses Jahr die
Nase voll. Am 14. Dezember fliege ich zur Sippe nach Salzburg. Bis
dahin werde ich aber lieber durch die Brauhäuser als durch den Park
laufen.
In diesem Sinne … Prost!
Matthias Staupe
Links:
Veranstalter DSHS Köln
Bericht von Laufreport.de
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Fotos: www.sportograf.de


Matthias, gedopt mit Riefkoche

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