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Nicolaus-Crosslauf Köln, 04.12.2005,
veranstaltet von der Deutschen Sporthochschule Köln

Erst Kölsch, dann Cross

Bericht von Matthias Staupe


 

Das war mein erster Crosslauf – na ja, wohl eher „Soft“-Cross. Eigentlich wich die Streckenführung nur marginal von der des Hauptlaufes ab, und dennoch wurde von Spikes abgeraten, da die Strecke teilweise über Asphalt führte.

Egal! – Ich hatte mich semi-professionell auf den Lauf vorbereitet: Am Freitag besuchte ich in Begleitung meines Bruders diverse, einschlägig bekannte Brauhäuser in der Kölner Altstadt. Serviert wurden obergärige, wohlschmeckende Erfrischungsgetränke. Plötzlich auftretende Hunger-gefühle wurden unverzüglich mittels einer ordentlichen Portion Reibe-kuchen gestillt. Zapfenstreich war letztendlich um … weiß nicht mehr ;-)

Doch nun zum Crosslauf: Am Sonntag war ich um ca. 12 Uhr an der Strecke, und der Hauptlauf war im vollen Gange. Ein Kenianer rannte einsam an der Spitze. Der war vielleicht dünn! Der hätte ruhig auch ein paar Kölsch inklusive Reibekuchen vertragen können. Spikes hatte der auch nicht – ich glaube, das war dem total egal! Und als ich sah, dass er den gleichen Wettkampfschuh wie ich trug, wusste ich, das wird ein guter Tag für mich ;-)

Um 12:30 ging es für uns in den Startblock. Drei Runden galt es zu laufen. Die erste Runde lief gut, ich konnte mich locker in der Spitzengruppe halten. Plötzlich fühlte ich mich total kaputt, die zweite Runde wurde bereits zur Qual. „Oh Gott, das wird ein Desaster“ dachte ich. Der Boden uneben und mit Löchern und Maulwurfshügeln gespickt, die Anstiege matschig! Geäst, das vorsätzlich auf der Laufstrecke angehäuft wurde … - das ist also Cross!?

Auf der letzten Runde fühlte ich mich wieder etwas besser, allerdings hatte sich das führende Trio etwas absetzten können, und ich blickte schon immer über die Schulter nach hinten. Aber irgendwie sind die Kameraden vor mir dann langsamer, oder ich schneller geworden. Auf den letzten 1000 m kam ich wieder heran. Läufer Drei und Zwei konnte ich attackieren und zum Führenden aufschließen. Den Sprint habe ich wohl zu spät angezogen – bzw. ich habe mich mit der Zielgeraden verschätzt. Völlig egal! Ich war total glücklich im Ziel, da ich eigentlich schon zu Beginn der 3. Runde abgeschlagen war.

Schade nur, dass es nach dem Wettbewerb keine Rennwurst gab (Das ist die obligatorische Grillwurst nach jeder RTF oder Laufveranstaltung!), sondern lediglich Brühwürstchen. Lauftechnisch habe ich für dieses Jahr die Nase voll. Am 14. Dezember fliege ich zur Sippe nach Salzburg. Bis dahin werde ich aber lieber durch die Brauhäuser als durch den Park laufen.

In diesem Sinne … Prost!

Matthias Staupe

Links:
Veranstalter DSHS Köln
Bericht von Laufreport.de

 

Fotos: www.sportograf.de


Matthias, gedopt mit Riefkoche


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