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Manchmal
beschleicht mich das schlechte Gewissen, ob ich in meiner Euphorie
nicht den London-Marathon allzu positiv für Euch darstelle (bin
schließlich ein voreingenommener Anglophiler, der seit 20 Jahren seinen
Urlaub in merry old Britain verbringt). Deshalb hier mal ganz nüchtern
die Pros und Contras. Das erhebt natürlich keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Ergänzungen bitte per
mail
oder im Gästebuch.
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der
Preis: einfach sündhaft teuer
(für Inländer okay: 23-27 Pfund, aber als Ausländer zahlt man bei
der Verlosung 70 Pfund, und
die Reisebüros müssen ein vielfaches davon für garantierte
Startplätze bezahlen. Charities zahlen 250 Pfund,
keine Umschreibung möglich,
keine Rück- erstattung bei Nichtstart (aber garantierte Startnummer
für's Folgejahr - bei nochmaliger Bezahlung!)
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kein
Frühstückslauf am Vortag
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keine
Pasta-Party (es gibt jetzt für 7 Pfund pappige Mikrowellen-Nudeln auf der
Messe)
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Altersklassen-Platzierung
nur auf der Urkunde und im Internet, keine Ehrungen
für Altersklassen
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auf
der Strecke nichts zu essen und auch im Ziel nur ein Goodie-bag mit
Snacks,
NEU: 2 Stationen mit Lucazade-Gel.
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im
Ziel kein Massage-Angebot (unterwegs zweimal)
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Urkunde
nur gegen zusätzliche Zahlung erhältlich (per Internet
möglich, 5 Pfd)
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die offizielle homepage ist erheblich
besser geworden;
trotzdem bleiben die Infos für ausländische Läufer sehr bescheiden
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individuelle online-Anmeldung nur über Verlosung,
keine Starter-Liste im Internet, garantierte Startnummern
nur mit Pauschalreise von Reisebüros
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perfekt
organisierte Startnummern-ausgabe in der Messehalle (Do - Sa), auch
in der rush hour am Samstagnachmittag muss man nicht anstehen
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angemessenes
Messeangebot (aber keine Schnäppchen), hochwertige, aber teure
Souvenir-Artikel vom Sponsor adidas
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geräumiges
und gut organisiertes Start-Areal mit Getränkeangebot, problemlose Kleiderbeutelabgabe
auch bis kurz vor dem Start, riesige Armee von Dixi-Häuschen
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27
große Getränkestationen mit Nestlé-Wasser ohne Kohlensäure in
0,33l-Flaschen
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alle
5 Meilen reichlich bestückte Elektrolyt-Stationen, es gibt Lucozade
Sport in 0,33l-Flaschen
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500
Dixi-Häuschen an der Strecke, an den Straßenecken hält die
St.-John's-Ambulance den Läufern Vaseline-Portionen entgegen
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relativ
häufig bieten Zuschauer kleine Imbisse an: Kekse, Bonbons, Obst
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attraktiver
Streckenverlauf mit mehreren Gänsehautpassagen: Meile 6-7 in
Greenwich mit Umrundung der Cutty Sark (Tee-Klipper) und
dichtgedrängten Zuschauermassen; Meile 12,5 Tower Bridge ein absolutes Highlight;
bei Meile 13 Gegenverkehr mit Blick auf die Spitze des Feldes; Meile 19 Unterquerung des Canary Wharf Tower, auch Meile 15-18 auf
der Isle of Dogs finde ich gut, weil die Straße schmaler wird und
die Stimmung noch besser rüberkommt; und wenn's bei Meile 25 am Big Ben rechts
ab geht, ist der Rest nur noch festliche Lauf-Prozession
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kompromisslos
autofreie Strecke, auch die Gegenfahrbahn wird für die Zuschauer
freigehalten, und im Ziel hat man den Eindruck, das ganze
Stadtviertel ist autofrei
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gut
organisiertes, wenn auch teilweise überfülltes Zielgelände,
problemlose Kleiderbeutelrückgabe, sehr viele Helfer, die wachsam
auf gesundheitliche Probleme achten
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das
eigentliche Plus des London-Marathon sind aber die Teilnehmer selbst
und die Zuschauer. Sehr viele originell kostümierte Läufer (die
dabei recht flott sein können), dieser Funke von guter Laune und
Enthusiasmus springt auf die Zuschauer über, die wirklich in
unglaublichen Massen an der Strecke stehen,
ach so, 74 Pubs an der Strecke, und wer keine Live-Musik hat, der
stellt zumindest die Boxen auf die Straße ...
hm,
sollte ich hier schon wieder meine England-Brille aufhaben - die linke
Seite sieht so leer aus - ich breche das besser ab und warte auf Eure
Meinungen im
Forum
zum London-Marathon
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