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Zusammentreffen
...
der großen Blocks des blauen und roten Starts erfolgt kurz vor der 3
miles Marke (4,8km). Die Gruppen laufen dann aber noch ca. 800m auf
getrennten Fahrbahnen, bevor endgültig zusammenkommt, was
zusammengehört.
Die kleine Gruppe der grünen Starter
trifft bereits nach 1200m auf die Blauen.
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Foto:
BBC
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Jenny Wood Allen, Dundee, lief mit 71
ihren ersten Marathon. Inzwischen hält sie den W70-Weltrekord.
Am 16.04.2000 war sie mit 89 die älteste Teilnehmerin, 2001
musste sie leider aufgeben, nachdem ein Mitläufer auflief und
sie zu Boden stiess. 2002 kam sie
wohlbehalten ins Ziel, meinte
aber, das sei das letzte Mal gewesen.
(Foto: BBC) |
Toiletten 600 Meter nach dem
blauen Start sind
die Männer klar im Vorteil: Abgeteilt als bypass neben der
Strecke gibt es eine superlange Pinkelrinne. Taktisch gut
konstruiert mit Eingang vorn und Ausgang hinten, da geht's
praktisch im Vorbeilaufen.
Aber auch mit Dixi-Häuschen wird nicht
gespart. Ab Meile 2, immer im Abstand von 2 Meilen, bis Meile 24
warten sie auf Bedürftige. Sie werden jeweils 200m zuvor
deutlich angezeigt mit "TOILETS 200 METERS AHEAD". An Ort
und Stelle steht dann "TOILETS HERE".
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Zwischenzeiten
werden genommen alle 5 km und bei Halbmarathon.
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Foto: BBC (Strecke bis 2004)
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im
Bewußsein des dritten Sieges (2000):
Antonio Pinto, Portugal (Foto: BBC) |
Distanz-Markierungen
Jede
einzelne Meile ist mit hohen Transparenten auf beiden
Fahrbahnseiten unübersehbar markiert. An jeder Meilenmarkierung
(ausgenommen Meile 26) befindet sich auch eine große
Digitaluhr.
Darüber
hinaus sind die 5km-Abstände markiert und der
Halbmarathonpunkt. |
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Getränke/Verpflegung
Zwischen
Meile 3 und 25 gibt es im Abstand von
1 Meile Stationen mit
Vittel-Wasser (kohlensäurefrei). Es ist überreichlich
vorhanden und wird in aufge-schraubten 330ml-Plastikflaschen
gereicht.
Bei
Meile 5, 10, 15, 19, 23 gibt es Lucozade
Sport, einen Energy Drink in wiederverschließbaren
Plastiktüten (pouches). Lucozade ist leider in Deutschland
nicht erhältlich. Ich habe auch keinen Versandhandel in UK
gefunden. Es ist vergleichbar mit Gatorade, möglicherweise sogar
identisch.
Weitere
Angebote gibt es von offizieller Seite nicht. Die Zuschauer
offerieren relativ häufig in Eigenregie Kekse, Obst, Bonbons, Cola
u.ä.
Bitte
achtet darauf, an den Verpflegungsstationen die Laufrichtung
nicht zu plötzlich zu ändern, nicht abrupt stehen zu bleiben
und die Leergebinde an den Straßenrand zu werfen. Meist ist es
sinnvoll, an den ersten Ständen einer Station vorbei zu laufen,
weiter hinten kommt man besser ran. |

Zwischen
Embankment und Big Wheel unterschlägt
das Teleobjektiv die Themse
Foto: BBC |
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Raymond Challis (1946-2005), Ely, starb am 17.04.2005
bei Meile 7 während seines 8. London-Marathons. Der erfahrene
Läufer (3:42) litt an einer unentdeckten Herzmuskelerkrankung.
"He died doing something he loved and he is
probably running outside right now," hieß es in der Grabpredigt.
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Medizinische
Versorgung
... wird
gestellt durch die St. John Ambulance. Deren freundliche, wie
Polizisten uniformierte Mitarbeiter werden jedem/r Läufer/in
auffallen, denn sie strecken den Sportlern an Straßenecken ihre
Hand entgegen, jedoch nicht um abzuklatschen, sondern Vaseline
anzubieten.
Die
Erste Hilfe Stationen ("medical point") sind nahe den
Getränkestationen platziert. Wer Hilfe braucht, soll dort
nachfragen.
Siehe links: Während der bisher 27 London-Marathons gab es 9
Todesfälle. Mahnung genug an alle LäuferInnen, sich regelmäßig
untersuchen zu lassen. |
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Duschen ...
auf der Strecke gibt es 6 Mal. Bei Meile 9, 13, 17, 19, 22, 23,5. Sie sind
angelegt wie Waschstraßen, so dass man ohne Umweg hindurch
laufen kann. Sie werden angekündigt mit "SHOWERS 200
METERS AHEAD". |

das
Siegerlächeln von Tegla Loroupe (2000)
(Foto: BBC) |
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Straßensperren
...
werden
offiziell nur für 7-Stunden-Läufer aufrecht erhalten. Das wird
wohl eher großzügig gehandhabt. Irgendwann kann es aber
passieren, dass man aufgefordert wird, auf dem Bürgersteig
weiterzulaufen. Die Zeitnahme ist aber bis 18:00 Uhr geöffnet
(d.h. 8:15 Stunden nach Start). 2007 wurde der letzte Läufer
sogar nach knapp 10 Std noch registriert.
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Der
Besenwagen
...
("sweep-up-bus") fährt im 7-Stunden-Tempo hinter dem
(bzw. im) Feld. Die Startnummer gilt für Aufgebende auch als
U-Bahn-Ticket. Auf der Isle of Dogs liegen 8 Stationen der
Dockland Light Railway an der Strecke, und an Tower Bridge bzw.
Tower ist eine Underground-Station. Und wer das Pech hat, dass
es ihn schon in Greenwich erwischt, auch dort ist die DLR.
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(Foto: The Times) |
die
Highlights
(1)
Den ersten Höhepunkt erreicht man bei Meile 6 in Greenwich. Hier
stehen die Zuschauer erstmals dichtgedrängt, und das Segelschiff
Cutty Sark wird umrundet.
Dann
wird es ruhiger in weniger attraktiven Vororten, bis man nach
Meile 12 plötzlich auf die Tower Bridge zuläuft. Nicht nur
Zuschauermassen, sondern auch die Medien warten hier auf
Läufer. Kamerateams und Interviewer suchen sich spleenige
Läufermaskeraden oder Prominente heraus.
Hinter
der Tower Bridge geht's erstmal rechts ab, was etwas schwer
fällt, denn das Ziel liegt links, und die meisten werden jetzt
auf der anderen Straßenseite Läufer entgegenkommen sehen, die die kommende große Schleife
um die Isle of Dogs schon hinter sich haben.
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die
Highlights
(2)
Wer ein
5min/km-Tempo bis zur Half-way-Marke gehalten hat, kommt in den
Genuß, die Männer-Spitze auf der anderen Straßenseite zu
sehen. Die haben dann 22 Meilen hinter sich, also 9 Meilen
Vorsprung (Die Frauen-Elite
startet 45min früher und ist längst entschwunden.).
Die
Runde auf der Halbinsel Isle of Dogs wird oft als ermüdend und
langweilig beschrieben. Ich habe das nicht so empfunden. Die
Straße wird eng, die Zuschauer rücken näher, und an den Pubs
stimmt auch die Stimmung. Ausgangs der Halbinsel geht es dann
allerdings ganz leicht bergan, und Meile 19 bedeutet, dass es
allmählich weh tut. Einen weiteren Stimmungshöhepunkt
erreicht man dann am Büroturm von Canary Wharf.
Bis zum Tower zieht es sich dann etwas lang hin, doch es baut
auf, wenn man die Gesichter der Läufer auf der anderen Seite
sieht. Die da drüben haben noch 9 Meilen mehr als wir vor uns.
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Szenerie am Tower
(Foto: Angelika Scheil) |
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Elvis-Inflation am Victoria-Brunnen
(Foto: The Times) |
die
Highlights (3)
Nachdem
wir den
Tower passiert haben, geht es hinunter in einen großen
Straßentunnel (Blackfriars). Eigentlich wieder die Gelegenheit den
Standard-schlachtruf (so etwas wie: Ogi-Ogi-Ogi, oi-oi-oi)
loszulassen, aber inzwischen dürften die Helden müde sein.
Es
folgt eine lange Gerade auf dem Embankment, der
Promenadenstraße an der Themse, bis es endlich am
Parlamentsgebäude mit dem Big Ben rechts ab Richtung Buckingham
Palace geht. Hier sollte auch der müdeste Läufer wieder den
Kopf heben, und der letzte Kilometer ist nur noch Genuß, vorbei
an Westminster Abbey (mit dem candle in the wind ...), über
die Prachtstraße Birdcage Walk auf den Buckingham Palace zu.
Nach einer Rechtskurve am königlichen Springbrunnen hat man das
Ziel unmittelbar vor sich.
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