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Alle meine Wettkämpfe
(letzte Aktualisierung: 16.11.17)
 

siehe auch: schönste Läufe in Westfalen  Trophäen
 

 






„Nichts ist vergleichbar
mit der einfachen Freude,
Rad zu fahren.“

(John F. Kennedy)

Die nächsten Läufe:

25.11.17 Essen, Blumensaat-Lauf  10
02.12.17 Herdecke, Nikolauslauf  9,6
10.12.17 Witten, Weihnachtslauf  10

lfd.
Nr.

Datum

Ort

Name

Event
lfd Nr

 Distz
km

Distz
lfd Nr

ømin
/km

Std

Min

Sek

Link zu persönlichen
kurzen Eindrücken

2017

439 05.11.17

New York (US)

Marathon

10 42,2 50 6:14 4

22

56

Doppeljubiläum

438 24.09.17

Herten

Bertlicher Straßenläufe

39 7,5 16 4:46  

35

44

Unerfreulich

437 23.09.17

Wetter

Inkl. Brückenlauf

1 10,8 1 5:41 1

01

30

Locker bleiben

436 16.09.17

Essen

Onkolauf

1 5 42 4:39  

22

49

Trotz-Lauf

R29 27.08.17

Sölden (AUT)

Ötztaler Radmarathon

2 228 2 17,8 12

50

27

Meisterprüfung

R28 09.07.17

Tannheim (AUT)

Radmarathon Tannh. Tal

2 130 1 29,2 4

31

48

Historisch geradelt

R27 02.07.17

Corvara (I)

Maratona dles Dolomites

9 106 4 15,8 6

43

14

Umzieh-Marathon

435 24.06.17

Möhnesee

Pokal-Lauf

3 15 33 5:20 1

19

59

Sommer-Ausnahme

R26 21.05.17

Cesenatico (I)

Nove Colli

2 205 1 19,6 10

28

21

Ernüchternde Königin

434 07.05.17

Bochum

Lauf am Kemnader See

3 10 117 6:12 1

01

56

Ein Sonntag am See

433 23.04.17

London (UK)

Marathon

18 42,2 49 6:06 4

17

18

Hauptsache 18

432 26.03.17

Venlo (NED)

Venloop

3 21,1 56 4:58 1

44

43

Generalprobe

431 26.02.17

Moshi (TAN)

Kilimanjaro Marathon

1 42,2 48 7:06 4

59

25

Lauf durch Afrika

430 12.02.17

Herten

Bertlicher Straßenläufe

38 21,1 55 5:24 1

53

50

Kopf überlistet

429 08.01.17

Clifton (RSA)

Bay to Bay Run

2 30 3 5:45 2

52

20

Aussichtslauf

428 07.01.17

Franschhoek

Parkrun

1 5 41 7:01  

35

07

Von Läufern für Läufer

  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016
  1983-1998  1999  2000-2001  2002  2003  2004  2005 
2006

439

05.11.17 New York City (US), 47. Marathon
42,2

   Fotos: Norbert Wilhelmi

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Terroranschlag in der Vorwoche lässt nur in den Medien die Sicherheitsaspekte in den Vordergrund rücken. Im Alltag der Stadt und bei den angereisten Läufern ist das kein Thema. Hier und da sind schwerbewaffnete Einsatzkräfte nicht zu übersehen, ansonsten ist alles wie immer und die Stimmung ausgelassen. In New York wird der Marathon abgefeiert. Das lassen sich weder die Gastgeber noch die Gäste nehmen.

Der weltgrösste Marathon bietet dabei den Läufern nicht die optimalen Bedingungen. Wer hier Bestzeit läuft, kann davon ausgehen, dass er anderswo noch schneller gewesen wäre. Frühes Aufstehen, lange Anfahrt zum Start, extrem lange Wartezeit, anspruchsvolles Streckenprofil, schlechte Straßen, überfüllte Strecke, lange Wege im Zielbereich: Warum wollen also alle hier laufen? Weil die Atmosphäre in den fünf Stadteilen der Schmelztiegel-Metropole einzigartig ist. Spätestens im Zentrum von Brooklyn weiß man, dass man diesen Höhepunkt des Läuferlebens nie vergessen wird. Und da fängt der Marathon erst richtig an.


Zu meinem Lauf: 42,2 km, 4:22:56, 387. M60 von 1.151, 22.333. gesamt von 50.647

Schon oft bin ich schlecht vorbereitet an den Start eines Marathons gegangen, noch nie so schlecht wie heute. Doch auf einen Start in New York verzichtet man nicht. Langsam laufen und möglichst lange das Tempo halten, ist deshalb die Taktik. Das funktioniert überraschend gut. Bis Kilometer 39 bin ich gleichmäßig unterwegs. Ich sauge die Stimmung auf und lese amüsiert die von den Zuschauern hochgehaltenen Schilder, ein Markenzeichen des New Yorker Publikums. "Who needs toenails anyway", steht da, und "One of 4 runners poop into their pants. Are you the one?" oder vielversprechend "Naked people next mile".

Den langen Anstieg auf der 5th Avenue nehme ich noch selbstbewusst in Angriff, doch im Central Park zwingt mich ein Würgeanfall zur Gehpause. 2 Minuten verliere ich auf den letzten 3 Kilometern. Im Ziel tätschelt mir eine hübsche junge Frau vom Medical Service die Schulter, doch einen Zeltbesuch hält sie nicht für nötig. Meine Leidensmiene scheint sie nicht zu überzeugen. Mein Doppeljubiläum - 10. New York Marathon und 50. Marathon insgesamt - geht damit unspektakulär über die Bühne. Gut so.
 

438

24.09.17 Herten, 102. Bertlicher Straßenläufe
800m/5/7,5/10/15/21,1/42,2

Die Bundestagswahl verhagelt den Bertlichern heute die Veranstaltung. Ein anderer Grund fällt mir nicht dafür ein, dass die Teilnehmerzahlen gegenüber dem Normalmaß beinahe halbiert sind. Die Macher des SuS Bertlich zeigen sich davon unbeeindruckt. Wer so eine Sache hundertmal durchzieht, muss eben mit einem Auf und Ab leben. Die Hertener Perfektionisten finden derweil immer noch Details zur Weiterentwicklung. Jetzt tragen sogar die Kugelschreiber bei der Anmeldung das Veranstaltungslogo.


Zu meinem Lauf: 7,5 km, 35:44, 3. M60 von 5, 13. gesamt von 54

Beim Warmlaufen entdecke ich Bernd Orlowski aus Gelsenkirchen. Damit ist schon mal klar, dass es auch bei meinem 39. Bertlich-Besuch keinen Pokal für mich geben wird. Nur kurz erwäge ich, später noch die 5 km anzuhängen, doch das Rückenproblem hält mich davon ab.

Beim Start hoffe ich noch, mich gegenüber der Vorwoche weiter verbessern zu können. Diese Illusion wird mir schon nach den ersten Kilometern genommen. So einfach scheint es doch nicht zu sein, schneller zu werden. Ich finde mich damit ab, auch wenn es schwer fällt. Schließlich zieht einen Kilometer vor dem Ziel auch noch die Laufmaschine Burkhard S. an mir vorbei. Hilflos schaue ich zu, wie er mir noch 26 Sekunden abnimmt. Kein erfreulicher Tag. Auf der 5km-Strecke hätte ich heute übrigens den Pokal mit Trainingstempo gewonnen. Darauf hätte ich auch nicht stolz sein können.
 

437

23.09.17 Wetter (Ruhr), 2. Inklusiver Brückenlauf
500m/4x850m/10,8

Bei der 2. Auflage begrüßt der inklusive Brückenlauf bereits mehr als doppelt so viel Teilnehmer wie bei der Premiere im Vorjahr, nämlich über 200. Das liegt sicher an der schönen Strecke um den Harkortsee, aber auch am guten Zweck. Im Start- und Zielbereich herrscht Volksfest-Charakter. Eine ziemlich laute Band spielt auf, Clowns machen ihre Späße, die Cheerleader heizen ein, dazu schmeckt das Junkfood vom Grill und aus der Friteuse. Ein schöner Samstagvormittag mit netten Leuten an der Ruhr.
 

Zu meinem Lauf: 10,8 km, 1:01:30, 43. gesamt von 97

Dabei sein ist alles, heißt es heute nur. Für die gute Sache mitmachen, locker bleiben und für morgen warmlaufen. Die Folgen des Badezimmer-Unfalls machen mir noch Sorgen, es zwickt im Rücken, doch lasse ich mir nichts anmerken und behalte gute Laune. Was zwischen so vielen gut gelaunten Menschen nicht schwer fällt.
 

436

16.09.17 Essen, 15. Onkolauf
1/2,5/5

Bereits zum 15. Mal findet im Essener Grugapark der Spendenlauf für die Krebshilfe statt. Heute wird erneut ein Teilnahme-Rekord aufgestellt, fast 2000 Läuferinnen und Läufer haben sich angemeldet. Davon knapp 500 beim Hauptlauf über 5 km. Die Distanz ist sicher bewusst kurz gewählt, damit hier möglichst viele mitmachen können und zum guten Zweck beitragen. Ganz einfach ist die Strecke dennoch nicht. In den 2 Runden sind rund 60 Höhenmeter zu überwinden, der Untergrund ist wechselnd und nicht immer leicht zu belaufen. Die meisten nehmen es auch mehr als Spenden-Aktion denn als Wettkampf, und bereits nach wenigen 100 Metern hat sich das große Läuferfeld weit auseinandergezogen, so dass man auch auf den engen Wegen problemlos laufen kann. Der Hauptsponsor AOK hat Europameister Jan Fitschen engagiert, der nicht nur mitläuft, sondern sich auch als Moderator betätigt und bei der ausführlichen Siegerehrung jedem Altersklassenplatzierten die Urkunde in die Hand drückt. Fazit: Ein schöner Samstagnachmittag im Park.

Gruppenbild mit Mann:
Die schnellsten Damen
mit Europameister.

 

 

 

 

 

 

Zu meinem Lauf: 5 km, 22:49, 4. M60 von 15, 52. gesamt von 490

Mein kurzentschlossener Start ist eine Art von Trotz-Reaktion. Die Rückenschmerzen vom Badezimmer-Sturz verschwinden beim Laufen, habe ich überrascht festgestellt. Was liegt also näher, als heute anzutreten. Ich will sowieso gerne wissen, was die Läuferbeine nach dem Fahrrad-Sommer noch hergeben. 

Erfreut schaue ich nach den ersten Kilometern auf die Uhr: Schneller als für möglich gehalten! Die erste 2,5-km-Runde laufe ich im 4:30er Schnitt. Beim folgenden Anstieg packt mich aber doch die Angst vor dem Herzstillstand, und ich nehme etwas Tempo raus. Zum Glück geht der letzte Kilometer dann wieder bergab. Da bleibt mein Stöhnen in der Lautstärke begrenzt. Die zweite Runde ist 40 Sekunden langsamer. Ich bin dennoch mit dem Resultat zufrieden. Schade nur, dass ich den 3. Platz und das Händeschütteln mit dem Europameister um 9 Sekunden verpasst habe.
 

R29

27.08.17 Sölden (AUT), 37. Ötztaler Radmarathon
228/5300


Foto: Die letzten Kehren am Timmelsjoch werden mit alten Finisher-Trikots verziert.

Die Ötztaler haben es verstanden, ihre Veranstaltung zum absoluten Mekka der Radsportler zu entwickeln. Dabei hilft ihnen vor allem die Vermarktung des Streckenprofils als größtmögliche Herausforderung. Jeder Finisher wird hier zum Helden stilisiert. Dass es so viele Wiederholungstäter gibt, liegt aber auch an der perfekten Organisation und den überaus engagierten und freundlichen Helfern. Das ganze Ötztal lebt den Radmarathon. Schön, dass auch die Nachbargemeinden und das Nachbarland Italien die Straßensperren tolerieren, so dass wir überall freie Fahrt haben. Angenehm auch, dass die Ötztaler entgegen ihrem Ruf nicht dem Wachstumswahn unterliegen und die Teilnehmerzahl auf 4.500 begrenzen. Das mindert die Unfallgefahr und erhöht das Fahrvergnügen. Auch wenn es bei den meisten Radlern am Timmelsjoch nicht mehr nach Vergnügen aussieht.


Zu meinem Rennen: 228km/5300Hm, 12:50:27, 149. M60 von 190 Startern, 3942. von 4324 Startern

Den ganzen Sommer hatte ich auf diesen einen Tag ausgerichtet. Schließlich galt es, die Scharte von 2015 auszuwetzen. Dieser verdammte Ötztaler war bislang der einzige Wettkampf, bei dem ich nicht ins Ziel kam. Und ich hatte große Zweifel, dass es mir diesmal besser ergehen würde.

Die Taktik kann deshalb nur heißen, sich am Kühtai nicht gleich zu verausgaben. Die Folge: Am Brenner bin ich 9 Minuten langsamer als beim letzten Mal. Möglichst unbeeindruckt fahre ich den Jaufenpass hinauf, bin oben ziemlich erschöpft, aber falle immerhin noch nicht vom Rad. Nur, um an der Verpflegungsstation zu hören: "Sofort weiter oder ab in den Besenwagen!" Ich quäle mich hinauf nach Moos, die ersten 7 km des Anstiegs zum Timmelsjoch. Nur, um dort wieder vom Fine Gara Auto eingeholt zu werden. Also schnell weiter, ich will wenigstens so weit kommen wie beim letzten Mal. Dann überholt mich der Schlusswagen, und ich werde von der folgenden Fahrzeugschlange vereinnahmt und behindert. Selten habe ich so laut geflucht!

Der Ärger wirkt wider Erwarten als Leistungsschub. Ich überhole alle Autos und fahre dem Schlusswagen davon. Wenigstens noch bis Schönau, das ist jetzt mein Ziel. Dort angekommen, beginnt es heftig zu regnen. Beim Blick auf die Uhr wird mir erstmals klar: Ich kann es schaffen. Der Rest ist Adrenalin pur. Ab der Mautstation heißt es nur noch: Heul doch, endlich. Endlich. Wenn der Maratona der Gesellenbrief des Rennradfahrers ist, dann ist der Ötztaler die Meisterprüfung. Bestanden!


 

R28

09.07.17 Tannheim (AUT), Radmarathon Tannheimer Tal
85/690, 130/930, 220/3500

Der Radmarathon im Tannheimer Tal kann noch nicht die Teilnehmerzahlen vorweisen wie die großen Alpen-Klassiker. Doch er ist auf dem Weg dahin, und das zu Recht. Die ganze Woche steht das Tal im Zeichen des Radsports, die Veranstaltung wird mit viel Herzblut durchgeführt und alle Helfer sind mit großer Freude dabei. Das Feld ist groß genug, um jederzeit eine Gruppe zu finden, und dabei gibt es kein Gedränge. Alle Voraussetzungen für einen entspannten Radtag sind also gegeben. Die Anforderungen der kürzeren Distanzen sind dabei angenehm beschränkt, während die Langdistanz mit dem steilen Riedbergpass und dem langen Hochtannbergpass auch guttrainierte Radler an ihre Grenzen bringt.

Zu meinem Rennen: 130km/930Hm,
4:31:48 (brutto, netto 4:27),
221. gesamt von 444 (49,7%),
17. M60 von 37 (46%)

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen gibt es auf den Kurzstrecken keine Ergebnisliste mit Platzierungen. Es heißt offiziell, man wolle der Veranstaltung aus Sicherheitsgründen den Wettkampfcharakter nehmen. Das ist wenig konsequent, denn die meisten Starter sind auf der Langstrecke unterwegs, und dort gibt es die Ergebnisliste und Siegerehrungen. Eine Siegerehrung fehlt mir nicht, doch die Liste bastel ich mir selbst. Denn dies ist für mich ein historisches Rennen. Bei meinem 28. Radrennen gelingt es mir zum ersten Mal, mich in der ersten Hälfte zu platzieren! Zugegeben, die Guten sind hier auf der Marathonstrecke unterwegs, aber das mindert mein Erfolgserlebnis nicht. Auf dem letzten Abschnitt am Gaichtpass fahre ich wie im Rausch und lasse niemand mehr vorbei. Ich wundere mich selbst, wie sportlich manche Leute aussehen, die ich im Endspurt zügig überhole. Schön, dass es solche Tage gibt. Wenn ich diese Form noch etwas ausbauen kann, bin ich vielleicht beim Ötzi nicht ganz chancenlos. Vielleicht ist es aber auch nur so, dass mir wellige Flachstrecken besser liegen.
 

R27

02.07.17 La Villa - Corvara (I), 31. Maratona dles Dolomites
58/1800, 106/3100, 138/4200


Der Maratona ist die Perle des Bergradsports. Die Kulisse der unvergleichlichen Dolomiten, gepaart mit liebevoller und perfekter Organisation, etwas Schöneres kann sich der Hobbyradler nicht wünschen. Hinzu kommt, dass die allermeisten Radler trotz Wettkampfatmosphäre ausgesprochen rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst fahren. Hier möchte jeder vor allem gesund ins Ziel kommen.

Wenn es etwas zu kritisieren geben soll, dann allenfalls die Enge des Fahrerfeldes bis zum ersten Pass. Diesmal müssen wir schon im Flachstück nach Corvara einmal absteigen, weil eine geringfügige Engstelle dem Feld zu wenig Platz bietet. Aber was macht das schon. Für beinahe alle Teilnehmer geht es heute um das Vergnügen, autofrei durch die Berge zu radeln. Für manchen (ich kenne da einen) sind gar die Verpflegungsstellen wichtiger als das Resultat.

Ein Ärgernis bleibt die 19%-Schikane kurz vor dem Ziel in La Villa. Wer stundenlang mit ganzem Einsatz durch die Natur gefahren ist, möchte nicht am Ende noch der Zuschauermeute zu deren Gaudi vorgeführt werden. Und zum Nachdenken: Andernorts wird der letzte Finisher gebührend gefeiert. Hier muss er sich mühsam seinen Weg durch die Autos auf der bereits freigegebenen Straße suchen und findet im Ziel nicht die geringste Beachtung. Das wird andernorts erheblich besser gemacht.


Zu meinem Rennen: 106 km/3100 Höhenmeter, 6:43:14 Std,
107. M60 von 206 (52%), 1696. gesamt von 2702 (63%)

Schon vorab entscheide ich mich für die kurze Strecke. Dafür soll es dann möglichst etwas schneller sein. Schon am ersten Berg melden die Beine allerdings: Keine Topform heute! So geht es auch weiter. Ich fahre einigermaßen gleichmäßig, aber richtig Freude an der eigenen Leistung kommt nicht auf. Das Ziel, die Vorjahreszeit zu schlagen, wird schon durch das Wetter vereitelt. Ich zähle hinterher nach: 13mal muss ich die Windjacke an- oder ausziehen. Das allein macht schon die 12 Minuten aus, die ich langsamer bin als 2016. So schlecht bin ich also doch nicht gefahren. Das zeigt auch die Auswertung: Von Pass zu Pass habe ich kontinuierlich die Platzierung verbessert. Am Falzarego kann ich gar 180 Leute überholen, ohne dass ich mich besonders schnell fühle. Nur an der leidigen Katermauer verliere ich vorübergehend 5 Plätze, weil ich wie immer aus Protest gegen diese Schikane mit dem Rad an der Hand hochjogge. Dem Maratona verzeihen wir letztlich auch das. Wir kommen wieder, solange die Füße die Kurbel noch drehen können.
 

435

24.06.17 Möhnesee-Günne, 29. Pokal-Lauf
5/15/30

Schon zum 29. Mal richtet Dieter Schenzer mit dem engagierten Team der LG Deiringsen den Pokal-Lauf am Möhnesee aus. Dieter scheint inzwischen jeden einzelnen Teilnehmer persönlich zu kennen. Es geht eben familiär zu. Dass hier jemand zum ersten Mal dabei ist, scheint seit Jahren nicht mehr vorgekommen zu sein. Leider. Diese schöne Lauf hätte mehr Teilnehmer verdient, das hört man an den Tischen im Zielbereich vor Kuchentheke und Wurstgrill allenthalben. Damit mehr Leute kommen, müsste man wohl Wassergräben ausheben, aufblasbare Hindernisse aufstellen, (Zitat:) "mit Farbbeuteln um sich werfen" oder durch Musikhäuser tänzeln. Einfach nur durch den Wald zu laufen, ist heute nicht mehr attraktiv genug. Dementsprechend ist beim Pokal-Lauf auch das Durchschnittsalter veteranengerecht. Wenn man mich fragt, ich möchte gar nicht mehr Leute. Wenn alles nur so bleibt, wie es ist, ist es am schönsten.
 

Zu meinem Lauf: 15 km, 1:19:59, 4. M60 von 5, 29. gesamt von 67

Dies soll die einzige Ausnahme in meinem Radsommer sein. Mal schauen, was mit Minimal-Training möglich ist. Seit April liegt das wöchentliche Laufpensum unter 20 km. So beginne ich heute vorsichtig und lasse mich auch auf dem anfänglichen Bergab-Stück nicht verführen. Erste Hoffnung keimt auf, als ich beim 2 km langen Anstieg vor dem Wendepunkt recht locker mitlaufen kann. Bergab lasse ich es dann rollen, auf die Gefahr hin, mir einen Muskelkater einzuhandeln, was sich auch bestätigt. Ich folge einer athletischen jungen Frau, die sich in der Ergebnisliste als W55 herausstellt. Auf den letzten Anstiegen muss ich ins Schleichtempo verfallen, doch anderen geht es eher noch schlechter. Dann sehe ich früh auf der Digitalanzeige über dem Zielstrich die 1:19:xx leuchten und raffe mich zum fulminanten Endspurt auf. Mit Erfolg: 1:19:59 steht auf der Urkunde. Nur gut eine Minute langsamer als im Vorjahr. Als Teilzeit-Radfahrer bin ich damit zufrieden.
 

Foto Laufreport: Der Senioren-Endspurt
 

R26

21.05.17 Cesenatico (I), 47. Nove Colli
130 (1800), 205 (3840)



Der Nove Colli nennt sich frei von Bescheidenheit die "Königin der Gran Fondos" und führt deshalb eine veritable Krone im Logo. In jedem Fall berechtigt wäre "Großmutter der Gran Fondos", denn mit der 47. Auflage ist diese Veranstaltung europaweit die älteste ihrer Art. Rund 10.000 Teilnehmer machen sich auf die Strecke und verteilen sich je zur Hälfte auf die beiden Distanzen, zwischen denen man sich noch unterwegs entscheiden kann. Oder entschieden wird, denn wenn man nach 102 km zu spät am Abzweig ist, bleibt einem keine Wahl mehr. Königlich ist die Schönheit der Landschaft, unterste Schicht ist der Zustand der Straßen. Wenn man aus dem Ruhrgebiet kommt, ist man daran gewöhnt. Keinen Fehler macht man, setzt man auf eines der sehr guten Leihräder vor Ort. Das eigene Material wird es einem danken. Nach dem Ritt über die neun Hügel mit respektablen Steigungsprozenten gibt es zur Belohnung eine Kronen-Medaille. Bestraft wird allerdings, wer zu spät kommt, mit einer trockengelaufenen Biertheke.


Zu meinem Rennen: 205 km, 3840 Höhenmeter, 10:28:21 Std,
209. M60 von 236 (89%) , 4.328. gesamt von 4617 (94%)

Nachdem ich vor 2 Jahren so spät beim Start war, dass die Zeitnahme nicht nur abgebaut, sondern schon alle Helfer verschwunden waren, bin ich dieses Mal sehr zeitig. Fast eine Stunde warte ich, bis es los geht. Dass ich im letzten Startblock unter den letzten bin, stört mich wenig. Ich will es vorsichtig angehen, der Tag ist noch lang. Manche Möchtegern-Verunsicherer behaupten, man müsse mindestens 6.000 km Vorbereitung in den Beinen haben, um hier mitfahren zu können. Ich habe 1.500. Immerhin bin ich diese Woche noch 300 gefahren, also 20 % des bisherigen Jahrespensums. Doch ich denke mir, wer lange laufen kann, kann auch lange radfahren.

20 Minuten vor dem Cut bin ich am Abzweig zur langen Strecke und fühle mich warmgefahren. Das passt: So gut bin ich diesem Jahr noch nicht gefahren. Auch die 16 bis 18%er stellen mich vor keine Probleme. Ich trete langsam, aber ich trete, im Gegensatz zu vielen anderen. Allerdings habe ich auch das 30er Senioren-Ritzel aufgelegt. Da kriegen auch die Läuferbeine die Kurbel noch rum. Nach einem fulminanten Endspurt bin ich vorübergehend glücklich mit meiner Leistung, bis ich die Ergebnisliste sehe. Vergleiche können sehr ernüchternd sein. Dazu passt auch, dass die 90 % vor mir das ganze Bier weggetrunken haben.
 

434

07.05.17 Bochum, 16. Lauf am Kemnader See
300m/2/10

Bereits zum 16. Mal veranstaltet das Team der LGO Bochum den Lauf am Kemnader See, der seit einigen Jahren nicht mehr um den See führt, sondern in 2 Runden auf der Bochumer Seite bleibt. Die schnelle Strecke kommt gut an, das beweisen wiederum 565 Finisher. Die guten Kontakte zum TV Wattenscheid sorgen zudem für ein hochklassiges Spitzenfeld. Biemnet Kfle aus Eritrea liefert mit 31:22 einen neuen Streckenrekord und Eleni Gebrehiwot siegt klar in 37:07.

Gut an kommt aber auch ganz besonders die familiäre Atmosphäre bei der LGO Bochum. Hier spürt man an jeder Ecke, dass es ein Lauf von Läufern für Läufer ist. Dem ganzen Team der LGO gebührt ein Freundlichkeitspokal.


Zu meinem Lauf: 10 km, 1:01:56,
17. M60 von 18, 399. gesamt von 443

Meine Frühjahrslaufsaison ist beendet. Der Sommer soll dem Radfahren gehören. Im gemäßigten Pacemaker-Tempo zu laufen, das sollte aber möglich sein. Wir peilen optimistisch erstmal 60 Minuten an. Nach 3 km lässt C allerdings schon ein Sauerstoff-Defizit hören. Der Gesichts-ausdruck mahnt zur Gesundheitsvorsorge. Wir nehmen Tempo raus, und sie erholt sich bald. Die zweite Hälfte wird dann schön gleichmäßig, das Ergebnis ist immer noch vorzeigbar. Ein schöner Sonntagmorgen, auch wegen der vorzüglichen Kuchentheke.
 

433

23.04.17 London (UK), 37. Marathon
42,2

Seit Hugh Brasher die Regie beim London Marathon übernommen hat, hat die Veranstaltung neuen Schub bekommen. Kleine Verbesserungen im Detail vermerken nur die Wiederholungstäter unter den Hobbyläufern. Heute kommt es zu einer der größten und erfolgreichsten Auflagen in der Geschichte des London Marathons. Mary Keitany läuft mit fabelhaften 2:17:01 neuen Women-only Weltrekord und auch die Zweite, Tirunesh Dibaba, bleibt noch unter 2:18. Mit 39.514 Finishern laut offizieller Ergebnisliste wird ein neuer Teilnehmer-Rekord aufgestellt. Das schöne Wetter ermöglicht zudem die wohl größte Zuschauerkulisse aller Zeiten.

Obwohl nur 2 Wochen zuvor ein Attentat auf der Westminster Bridge das Land erschütterte, bleibt die Atmosphäre heute völlig entspannt. Die Sicherheitsmassnahmen sind bestimmt deutlich erweitert worden. Wir Läufer bemerken davon nichts. Weder ist übermäßig viel Polizei zu sehen, noch werden wir verstärkten Kontrollen unterzogen. Britische Coolness.

Kein Wunder, dass nach diesem Festtag, der 6 Stunden lang live bei BBC1 übertragen wurde, ein weiterer Rekord aufgestellt wurde. Unglaubliche 386.050 Läuferinnen und Läufer haben sich bei Verlosung um einen Startplatz für 2018 beworben!


Zu meinem Lauf: 42,2 km, 4:17:18, 239. M60 von 578 (41%), 17.388 gesamt von 39.432 (44%)

Mein Bericht kommt spät. Enttäuschung zu vermelden, macht eben wenig Spaß. Wenigstens kann ich sagen, ich habe es versucht. Das erklärte Ziel war, sich für Boston 2018 zu qualifizieren. Dazu muss ich möglichst klar unter 4:10 bleiben. Mit einer Zeit von unter 4:00 würde ich mich sogar für London 2018 qualifizieren. Das sah machbar aus. Doch ich bin krachend gescheitert.

Bis 30 km bleibe ich zwar im Zeitplan, aber ich spüre schon früh, dass es heute nichts wird. Trainingsrückstand und nicht ganz überstandene Erkältung - zumindest weiß ich, woran es liegt. Dass ich so lange das Wunschtempo halte, ist mehr eine Verzweiflungstat. Die Hoffnung auf ein Wunder endet in ausgedehnten Geh-Phasen. Das Lächeln im Ziel fällt mir dennoch leicht. Das Wichtigste ist schließlich, dass die Serie gehalten hat. Nummer 18 ist im Sack.

Heute lese ich in der Zeitung, dass deutsche Senioren sich 8 Jahre jünger fühlen, als sie sind. Trifft auf mich nicht zu. Erst recht nicht nach einem solchen Lauf.


Fotos: Isaak
 

432

26.03.17 Venlo (NED), 12. Venloop
5/10/21,1

Die Partystimmung beim Venloop ist schon sprichwörtlich. Das sonnige Frühlingswetter trägt heute noch seinen Teil dazu bei, dass die holländischen Zuschauer kaum noch zu bändigen sind. Der Halbmarathon wird zu einem Lauf durch eine Musikkulisse, die überwiegend von Aprés-Ski-Klassikern geprägt ist. Campingtische, Grillstationen und ganze Biertheken werden in den Vorgärten aufgebaut, die Straßen sind bunt dekoriert, die Stimmung ist entsprechend. Kaum ein Läufer kann sich dem entziehen. Kein Wunder, dass die meisten hier nicht auf die Uhr schauen und lieber die fröhliche Kommunikation mit dem zuschauenden Partyvolk bevorzugen. Gleichzeitig ist die Strecke schnell und flach. Wer will, kann auch Tempo machen. Das beweisen die Zeiten der kenianischen Sieger, die auf Weltklasse-Niveau liegen.

Zu meinem Lauf: 21,1 km, 1:44:43,
24. M60 von 248 (10%), 1388. gesamt von 7663 (18%)

Die brasilianisch bunt und knapp gekleideten Tänzerinnen am Start darf man doch anschauen? Dazu sind sie schließlich da. Ich bin eher peinlich berührt und gucke nur leicht verschämt aus den Augenwinkeln, doch nicht ohne Interesse.

Aber ich will mich ja auch aufs Laufen konzentrieren. Das soll heute die Generalprobe für den Sub-4Std-Marathon in London sein. Wenn es mit dem heutigen Resultat nicht realistisch erscheint, kann ich den Versuch in London gleich bleiben lassen.

Mutig beginne ich also mit einem knappen 5-Minuten-Tempo. Das fühlt sich ganz gut an. Ich teile mir die Distanz in 5km-Abschnitte ein und nehme mir vor, immer noch im nächsten Abschnitt das Tempo zu halten. Für das Spektakel am Rande habe ich so nur wenig Aufmerksamkeit. Manchmal allerdings geht die Musik doch in die Beine. Da heißt es, sich zu bremsen, der Einbruch wird schon noch kommen. Doch er kommt erst nach dem Brückenanstieg auf dem vorletzten Kilometer. Die letzten 1000 Meter sind die längsten und werden zur Willensprobe. Ich halte durch.

So schlimm kann es aber nicht gewesen sein. Ich hab im Ziel nicht einmal gekotzt.

431

26.02.17 Moshi (TAN), 15. Kilimanjaro-Marathon
5/21,1/42,1



Bild-Bericht  WAZ-Artikel
 

Zu meinem Lauf: 42,2 km, 4:59:25, 207. von 275 gesamt, 41. von 69 M40-99

Bei der Reise nach Tansania bin ich mir gar nicht sicher, was Priorität hat: die Gipfelbesteigung oder der Marathon. Auf dem Gipfel war ich vor 12 Jahren schon mal. Deshalb bin ich nicht sehr enttäuscht, als wir die Bergtour bei 5.000m abbrechen. Nun kann ich mich auf das Ziel beim Laufen konzentrieren. Und das heißt: Ankommen. Die klimatischen Bedingungen mahnen dazu, an die Gesundheit zu denken. Das tue ich spätestens nach 18 km, als ich zum ersten Mal ins Gehtempo falle. Bis zum Finish bleibt es ein steter Wechsel aus Laufen und Gehen. Anfangs sind die Laufphasen länger, später die Gehphasen. Diese Taktik ist insoweit erfolgreich, als ich mir bereits vorher eine Zeit von 5 Stunden als realistisch ausgerechnet hatte.

So bleibt die körperliche Belastung begrenzt, ohne dass das läuferische Erlebnis leiden würde. Im Gegenteil. Ich genieße die afrikanische Atmosphäre an der Strecke. Bunte Obst- und Gemüsestände am Straßenrand, der Metzger hängt sein Fleisch dekorativ in die Sonne, Kuh- und Ziegenherden werden gehütet, farbenfroh gekleidete Frauen schauen sich interessiert das Läufertreiben an und winken uns zu. In Afrika sollte man Ultra laufen, ein Marathon ist einfach zu kurz. Im Ziel bin ich glücklich, aber bedauere zugleich, dass es schon vorbei ist.
 

430

12.02.17 Herten, 101. Bertlicher Straßenläufe
800m/5/7,5/10/15/21,1/30/42,2

Anläßlich ihres 100. Jubiläumslaufes sind die Bertlicher in Spiridon 02/2017 gebührend gewürdigt worden. Das haben sie verdient, und es ist - auch an dieser Stelle - genug zu ihrer Perfektion gesagt worden. Wenn es überhaupt etwas zu nörgeln gibt, dann allenfalls die DLV-Richtlinientreue, mit der die Bertlicher schon sprichwörtlich zu Werke gehen. Wer mit Hund oder Babyjogger hier an den Start zu gehen trachtet, wird mit wettkampfrichterlicher Strenge zurückgewiesen. Was der DLV will, ist hier Gesetz. So gibt es für Walker keine Platzierungen, sondern nur eine alphabetisch sortierte Teilnehmerliste. Belohnt wurde der SuS Bertlich denn auch mit mehreren Deutschen Meisterschaften, die hier schon ausgerichet wurden. Dabei hat der DLV mittlerweile schon Mühe, überhaupt Ausrichter zu finden. Dass sie sich vor Arbeit drücken würden, kann man den Bertlichern jedenfalls nicht vorwerfen. Im Gegenteil, sie finden immer wieder Kleinigkeiten, mit denen sich die Perfektion noch perfektionieren lässt.

Zu meinem Lauf: 21,1 km, 1:53:50, 5. M60 von 12, 62. gesamt von 142 (44%)

Zur Marathon-Vorbereitung steht eigentlich ein 30er auf dem Plan. Selbst als Trainingsminimalist sollte ich diesen zweiten langen Lauf machen. 2 Dreissiger sind wenig. Doch ich sage mir immer, besser schlecht vorbereitet an den Start kommen, als topfit wegen Verletzung absagen zu müssen.

Da aber in Bertlich die Kuchentheke längst geplündert ist, wenn die 30er im Ziel sind, entscheide ich mich für den Halbmarathon und mache kurzerhand vorher eine Trainingsrunde auf der 7,5er Strecke. Damit ist auch der eigene Kopf überlistet. Die Warmlaufrunde ist schnell vergessen, wenn man erstmal mit den anderen unterwegs ist. Vor Augen hat man nur noch die Halbmarathonstrecke und trotzdem rund 30 km im Sack. Diese Taktik macht natürlich keine Hoffnung auf einen Alterklassensieg. Der wäre heute aber auch in Bestform nicht drin gewesen. Zu stark ist die Konkurrenz. Den Bertlich-Pokal hebe ich mir für nächstes Jahr auf. Als Junior in M65 greife ich wieder an.

429

08.01.17 Clifton (RSA), Bay to Bay Run
15/30

Kein Zweifel, es ist die wunderschöne Strecke, die immer mehr Läufer hier an den Start zieht. Über 5.000 sind es heute, davon etwas mehr als die Hälfte auf der längeren Distanz. Viele bereiten sich hier auf den Peninsula Marathon vor, der im Februar zum 50. Mal stattfindet und der erste der drei großen Kapstädter Marathons im Kalender ist.

Immer am Atlantik entlang geht es von Camps Bay nach Hout Bay und wieder zurück, und nicht etwa flach. 3 Hauptanstiege summieren sich auf ca. 370 Höhenmeter. Wie im südafrikanischen Sommer üblich und nachvollziehbar, ist der Start schon um 6 Uhr. Um 10 Uhr ist Zielschluss, und wie ebenfalls üblich kommt nicht in die Ergebnisliste, wer auch nur eine Sekunde zu spät kommt.




Zu meinem Lauf:
30 km, 2:52:20,
13. M60 von 57 (23%), 890. gesamt von 2.808 (32%)

So lang bin ich seit August nicht mehr gelaufen. Doch bin ich
zuversichtlich, ausreichend trainiert zu sein, um hier ordentlich
ins Ziel zu kommen. Ich betrachte es als Vorbereitungslauf für
größere Ziele und stelle mich weiter hinten ins Feld. Das kostet
erstmal eine Minute an Bruttozeit, denn Netto gibt es nicht.

Dann schließe ich mich dem 3-Stunden-Pacemaker an, der mir
am ersten Anstieg aber doch zu langsam wird. Nun wird es ein
Muster an Gleichmäßigkeit. Ich spule meinen Lauf ab, genieße
die Atmosphäre und die Aussicht. Die Temperatur steigt allmählich
in Richtung 30°c. Da bleibt auch der sonst bei mir übliche Husten-
anfall aus. Am Ende kann ich gar einen kleinen Endspurt hinlegen.
Und C ist nach 15 km so schnell da, dass ich ihren Zieleinlauf verpasse.

428

07.01.17 Franschhoek (RSA), 44. Parkrun
5

Parkrun ist eine internationale Initiative von Läufern für Läufer. Die Regel: Jeden Samstag um 8 Uhr werden 5 km in grüner Umgebung gelaufen, unter Wettkampfbedingungen, aber für Jedermann, auch für Fun-Läufer und Walker. Es gibt keine Startnummern und doch Zeitnahme und Ergebnisliste. Das funktioniert so: Der Läufer und die Läuferin registrieren sich im Internet und drucken ihren Barcode aus. Diesen Barcode zeigt man bei Start und Ziel vor. Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnehmer werden aufgefordert, mindestens 3mal im Jahr als Freiwillige mitzuhelfen.

Der Parkrun hat seinen Ursprung in Großbritannien. Dort gibt es bereits 440 regelmäßige Veranstaltungen. In Südafrika sind es 93. Deutschland ist noch nicht dabei.


Zu meinem Lauf: 5 km, 37:07, 30. gesamt von 64

Am Start auf dem Gelände des Weinguts Rickety Bridge versammelt sich eine bunte Laufgesellschaft. Von 8 bis 80 sind alle dabei, auch einige Vierbeiner. Die Atmosphäre ist eher wie bei einem regelmäßigen Trainingslauf. Man kennt sich. Wir haben im Urlaub keinen Drucker dabei und laufen ohne mitgebrachten Barcode inkognito: "Unknown" heißt es dann in der Ergebnisliste. Die flache Strecke führt uns kreuz und quer durch die Weinreben. Wir gehen es betont gemütlich an und schonen uns für unser Hauptereignis morgen. Kurz vor dem Ziel verlaufen wir uns, sind zu früh im Ziel und müssen nochmal auf eine Extra-Schleife, damit wir auch offizielle Finisher sind. Egal, das hat hier Spaß gemacht.

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