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Alle meine Wettkämpfe

(letzte Aktualisierung: 23.01.15)

zum aktuellen Wettkampfjahr

 

siehe auch: schönste Läufe in Westfalen  Trophäen

 






"Wenn ich Schmerzen spüre, versuche ich,
mich glücklich zu fühlen."
Wilson Kipsang,
Marathon-Weltrekordler
 

 

2014

lfd.
Nr.

Datum

Ort

Name

 Distz
km

Distz
lfd Nr

ømin
/km

Std

Min

Sek

Link zu persönlichen
kurzen Eindrücken
393 14.12.14

Witten

24. Weihnachtslauf

10,0 109 4:32  

45

17

Körner fehlen im Finale

392 06.12.14

Herdecke

31. Nikolauslauf

9,6 9 4:31  

43

24

Taktik mit Erfolg

391 30.11.14

Herten

94. Bertlicher Straßenläufe

7,5 13 4:39  

34

54

Kuchen für Veteranen

390 22.11.14

Essen

24. Blumensaat-Lauf

21,1 47 5:10 1

49

06

Schön und cool

389 02.11.14

New York City

44. Marathon

42,2 43 5:38 3

57

53

Finisher-Kakao

388 18.10.14

Lengerich

19. Teuto-Lauf

29,0 4 5:16 2

33

34

Am Ende durchgereicht

387 27.09.14

Witten

8. Ruhrtal-Marathon

10,0 108 4:34  

45

37

Stöhnen am See

386 13.09.14

Pauillac (F)

30. Marathon du Medoc

42,2 42 7:21 5

09

50

Bier statt Wein

385 07.09.14

Bochum

4. Halbmarathon

21,1 46 4:49 1

41

34

Besieger-Lauf

384 31.08.14

Bochum

9. Kemnader Burglauf

21,1 45 5:23 1

53

39

Trainingsrunde

R17 10.08.14

London (UK)

2. London Ride 100

139 1 31,0 4

30

19

Rekord im Regen

383 26.07.14

Davos (CH)

29. Swiss Alpine

42,2 41 8:20 5

51

40

Berge und Respekt

R16 06.07.14

Corvara (I)

28. Maratona d. Dolomites

138 4 16,4 8

24

37

Zufrieden angekommen

382 14.06.14

Llanwrtyd Wells

35. Man versus Horse

38,6 1 7:36 4

28

58

Spaß bis zum Ende

381 18.05.14

Gelsenkirchen

2. Vivawest Ruhrmarathon

42,2 40 5:42 4

00

20

Straf-Marathon

380 06.05.14

Witten

Stadtmeisterschaft

5,0 37 4:35  

22

54

Na warte!

379 04.05.14

Bochum

13. Lauf um Kemnader See

10,0 107 4:36  

45

59

Heimatliches Läuferleben

378 13.04.14

London (UK)

34. London-Marathon

42,2 39 6:05 4

16

31

Dixi-Marathon

377 30.03.14

Venlo (NED)

9. Venloop Halbmarathon

21,1 44 4:51 1

42

12

Zuviel für diesen Körper

376 23.03.14

Palma (E)

22. Halbmarathon

21,1 43 5:13 1

50

06

Mal eben so

375 16.03.14

Hörnum-List

33. Syltlauf

33,3 7 5:18 2

56

26

Vom Winde verweht

374 05.01.14

Dortmund

1. Phoenix-Neujahrslauf

13,0 1 4:54 1

03

40

Tempo am Karpfenteich

2006  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015
1983-1998  1999  2000-2001  2002  2003  2004  2005 

393

14.12.14 Witten, Weihnachtslauf
1/1,5/4,5/10

Bei den Wittener Schulen hat der Weihnachtslauf mittlerweile so etwas wie Kultstatus. Heute sorgen sie für einen neuen Teilnehmerrekord, denn rund drei Viertel der über 1000 LäuferInnen kommen von den Schulen. Auch die Kurzstrecke über 4,5km findet mit über 100 Teilnehmern gute Resonanz. Das entspricht dem Trend, und einiges spricht ja dafür, dass drei Mal Bahnhofstraße auch genug ist. Wir Wiederholungstäter freuen uns, dass der Hauptlauf jetzt genau 10km hat. Nachdem es fast soviele Streckenvarianten wie Veranstaltungen gab, könnte das nun die endgültige Version sein, zumal sie mit sieben Mal Bahnhofstraße sehr zuschauerfreundlich ist.


Zu meinem Lauf: 10km, 45:17,
3. M60 von 7, 68. gesamt von 174 (39%)

Auch ein Veteran macht Anfängerfehler. Nach dem Start versuche ich, an Regina T. dranzubleiben. Nach ihren letzten Zeiten schien mir das machbar, doch wusste ich nicht, dass sie im Wiederaufbau ist und von Woche zu Woche schneller wird. Nach der ersten Runde frage ich mich, wie ich heute noch ins Ziel kommen soll. Ich muss deutlich Tempo rausnehmen und rechne nicht mehr mit einer ordentlichen Zeit. Da habe ich Peter P. noch nicht bemerkt, der sich auch bei gedrosselter Geschwindigkeit immer einen Schritt hinter mir versteckt. Die weiteren Runden laufen wir gleichmäßig. Ich versuche, Körner für den Endspurt zu reservieren. Ein letztes Mal biegen wir in die Bahnhofstraße ein, ich höre förmlich die Klingel, die das Finale einläutet. Peter greift an, einmal kann ich noch kontern, aber je näher das Ziel kommt, umso mehr hat er einen Fuß vorn. Weiter kann ich meinen Mund nicht aufreißen - die Luft reicht nicht. Laut hechelnd hänge ich eine Weile über dem Gitter, bevor ich zu einem Fluch fähig bin. Danach kann ich mich schon über meine Zeit freuen: Altersbereinigt war es mein bester Zehner seit 6 Jahren.
 

392

06.12.14 Herdecke, Nikolauslauf
9,6

Mit über 1000 Voranmeldungen und 987 Teilnehmern im Ziel bleibt der Lauf des Ruderclubs Herdecke um den Hengsteysee eine Kult-Veranstaltung. Ein spektakulärer Start, eine schöne schnelle Strecke und der gemütliche Nachklang im Ruderer-Vereinsheim, all das wissen die LäuferInnen der Region zu schätzen. Vorne gibt es guten Wettkampfsport, weiter hinten im Feld geht es weihnachtlich entspannt zu. So ist für alle was dabei, und wir kommen auch im nächsten Jahr wieder.


Zu meinem Lauf: 9,6km, 43:24, 2. M60 von 36 (6%), 167. gesamt von 987 (17%)

Es ist mein 9. Start beim Nikolauslauf, und noch nie konnte ich mich auch nur annähernd vorn platzieren. Nach intensivem Studium der Meldeliste halte ich diesmal einen 3. Platz für nicht unrealistisch. Roberto ist als schnellster M60er unerreichbar. Doch wenn die anderen nicht in Bestform sind, müssen sie mit mir rechnen. Zunächst fühlt sich aber ein M70er bedroht, der sich nach meiner Altersklasse erkundigt. Das hatte ich schon länger nicht mehr. Fast hatte ich gehofft, ich sei endlich so alt, wie ich aussehe.

Meine Einschüchterungstaktik beginnt bereits mit einer möglichst selbstbewussten Begrüßung der Konkurrenten. Es scheint zu wirken. Jedenfalls halten sich Michael und Jörg-Peter am Start zurück. M zeigt aber schon bald Flagge und schiebt sich an mir vorbei. Zu allem entschlossen, bleibe ich neben ihm. Höre ich da etwas schweren Atem bei ihm? Ich wundere mich, dass ich das 4:30er-Tempo mithalten kann. Schon ab 6km setzt allmählich lautes Stöhnen bei mir ein. M ist etwas zurückgefallen. Ich habe jetzt Stefan im Blick, der mich an der Atmung erkennt, bevor er mich sieht. Ich wirke demoralisierend auf ihn. Sorry, das wollte ich nicht. Dann hilft mir Johann noch über die letzten 2km. Im Endspurt höre ich einen Zuschauer bemerken: "Der kämpft aber."
Stimmt. Mit Erfolg! Nur der M70er war tatsächlich schneller.




 Siegerehrung: Zwei haben gut lachen.
(Foto RC Herdecke)

391

30.11.14 Herten, Bertlicher Straßenläufe
0,8/5/7,5/10/15/21,1/30/42,2

Zum 94. Mal finden heute die Bertlicher Straßenläufe statt, wie immer höchst routiniert und wie am Schnürchen. Nirgendwo ist die Veteranen-Quote so hoch wie hier. Die Stammgäste freuen sich schon auf das Jubiläum in 2 Jahren. Die Kuchentheke scheint noch besser geworden zu sein, und die Bedienung ist multi-tasking-fähig!


Zu meinem Lauf: 7,5km, 34:54, 3. M60 von 4, 30. gesamt von 98 (31%)

Ich bin zum 35. Mal in Bertlich dabei, davon 13 Mal auf meiner ehemaligen Lieblingsdistanz von 7,5 km. Überflüssig zu erwähnen, dass ich nie so langsam wie diesmal war. Sich daran zu gewöhnen, fällt immer noch schwer. Aber schneller wird es eben nicht mehr. Heute habe ich immerhin den Vorteil, noch vor dem Startschuss zu wissen, dass ich nicht gewinnen kann, denn ich treffe Marian K. am Start. Als er mir verrät, dass er später auch noch über 5km antreten will, verwerfe ich meine eigenen Gedanken an einen Doppelstart. Außerdem ist es auch viel zu kalt ... Positiv bleibt heute nur, dass mir nichts wehtut und dass die letzten 1,5 km immerhin mit einem Schnitt von 4:27 möglich waren.

390

22.11.14 Essen, Blumensaat-Lauf
10/21,1

Tusem Essen steht als Veranstalter für Qualität und Tradition. Am Baldeneysee wird seit 1963 jährlich der beliebte und bewährte Marathon ausgetragen. Dazu gibt es die Waldlaufserie auf der Margarethenhöhe und eben diesen August-Blumensaat-Lauf, dessen Streckenführung sich auf die Südseite des Sees beschränkt. Das macht die Strecke zum einen flach und schnell, zum anderen hat man durch das zweimalige Hin- und Herlaufen mit Wendepunkten die Konkurrenz immer im Blick und kann sogar die Entwicklung an der Spitze mitverfolgen. Heute sind über 1100 LäuferInnen auf beiden Distanzen dabei. Allen voran gibt Sabrina Mockenhaupt als prominenteste Teilnehmerin den Essenern die Ehre und stellt prompt bei der 24. Auflage einen neuen Streckenrekord (33:46) über 10km auf. Noch höher zu bewerten ist die Leistung von Karl-Walter Trümper, der in M75 mit 1:30:06 neuen Europarekord läuft. Altersbereinigt sind das übrigens 1:01:49.

Zu meinem Lauf: 21,1km, 1:49:06,
4. M60 von 12, 276. gesamt von 487 (57%)

Kurzfristig hatte ich mich für den Start entschieden. Erstens ist das Wetter so schön, zweitens die Strecke auch schön, drittens kann man sicher sein, dass Stefan Losch eine schöne Veranstaltung von Läufern für Läufer macht.
Warum also nicht mal schön mit Zeitnahme trainieren? Außerdem werden mir die kommenden 10km-Wettkämpfe dann kürzer vorkommen.

Trainingsmäßig gehe ich es ruhig an und bleibe cool, als die versammelte Bochumer Konkurrenz davonzieht. Bis zum letzten Wendepunkt halte ich das Tempo konstant, doch dann packt mich die Lust an der Geschwindigkeit. Das ganze kriegt am Ende doch noch Wettkampf-Charakter, als ich glaube, einen AK-Mitläufer einholen zu müssen. Der aber sieht nur von hinten alt aus - Fehlalarm. Wenn ich allerdings geahnt hätte, dass nur 30 Sekunden am 3. Platz fehlten, hätte ich keine Gnade gekannt.

Doch auch so rufen nach dem Lauf die Beine und der ganze Seniorenkörper nach Erholung.
 

 Sieht im Ziel nicht mehr nach Trainingslauf aus.
(catfun-Foto von Wolfgang Steeg)

389

02.11.14 New York City, Marathon
42,2

Wieder über 50.000 Finisher, ein gigantisches Lauf-Spektakel, passend zu dieser Stadt. New York hat es den Läufern noch nie leicht gemacht. Das Streckenprofil ist anspruchsvoll, die Wartezeiten ewig lang, die Wege im Ziel endlos. Heute kommt die Kälte und vor allem der stürmische Wind hinzu. Die übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen gehören glücklicherweise erstmal wieder der Vergangenheit an. Es geht weitgehend entspannt zu, wenn man mal über die schwerbewaffneten Soldaten hinwegsieht. Dafür hat nach Boston jeder Verständnis. Ist die Läufermenge dann eingetaucht in die großartige Stimmung in Brooklyn, hält der New York Marathon, was er verspricht: Das große Glück hier dabei zu sein, der Höhepunkt in jedem Läuferleben. Wer hier sein Marathondebüt gibt, wird schwerlich noch eine Steigerung finden.


Zu meinem Lauf: 42,2km, 3:57:53, 137. M60 von 1045 (13%), 13130. gesamt von 50.376 (26%)

Mein erklärtes Ziel heißt, unter 4 Stunden zu bleiben. Rechnet man meine Halbmarathonzeit hoch, müsste ich noch unter 3:40 laufen können. Doch daran ist nicht zu denken. Mir fehlt einfach die Ausdauerhärte auf der langen Distanz. Meine besten Leistungen habe ich über 5km erbracht.

Entsprechend vorsichtig gehe ich es Seite an Seite mit Herwig an, der nach 10km noch vernünftiger ist als ich und sich etwas zurückfallen lässt. Die wunderbare Atmosphäre in Brooklyn treibt mir die Tränen in die

Augen. Wieder ein Jahr älter, und ich bin immer noch dabei. Wie lange noch? Ich laufe wie von selbst, halte mein Tempo bis 30km, dann aber beginnen die üblichen Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Das allein wäre nicht so schlimm. Doch im Central Park zwingt mich ein doppelter Krampf in beiden Oberschenkeln zu zeitraubenden Dehnungsübungen. Die Uhr tickt bedrohlich den 4 Stunden entgegen, Herwig muss mich inzwischen unbemerkt passiert haben. Im Ziel will ich ausruhen, wohl wissend, dass das nicht erlaubt ist. Wie erwartet, ist sofort der Medical Service zur Stelle und bietet die Alternative: Sofort weitergehen bis zum weit entfernten Kleiderwagen oder ab ins warme Krankenzelt! Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Junge hübsche Krankenschwestern sorgen sich um mich und bringen heißen Kakao. Irgendwie muss sich das Startgeld schließlich bezahlt machen.

Werbung: Zum NYC-Marathon 2015 natürlich nur mit interair
 

388

18.10.14 Lengerich, Teuto-Lauf
6/12,2/29

Der Teuto-Lauf bleibt der schönere kleine Bruder des Hermannslaufs. Das lange vorher verkündete Teilnehmerlimit von 2000 Läufern erweist sich zum Glück als unnötig. Dennoch ist die 19. Auflage dank vieler Nachmelder mit 1888 Aktiven die bisher zweitgrößte Ausgabe. Rund die Hälfte begibt sich auf die lange Strecke. Sie machen es richtig, denn nur hier gibt es den den vollen Genuss: Weite Blicke über den sonnigen Herbstwald, Wurzelwege auf dem Teuto-Kamm, freundliche Helfer an der Strecke mit den besten Verpflegungsstationen weit und breit. Im Ziel Weizenbier bis zum Abwinken und die bekannt üppige Kuchentheke. Dass es wegen einer technischen Panne weder Ergebnisliste noch Siegerehrung gibt, nehmen Läufer und Veranstalter erstaunlich gelassen. Dann eben nicht, es war auch so ein schöner Lauf, und die Alpenveilchen finden ihre Abnehmer auch ohne Sieger.
 

Zu meinem Lauf: 29km, 2:33:34, 4. M60 von 33 (12%), 229. gesamt von 911 (25%)

Die Form stimmt. Das Ziel: Möglichst schnell laufen und dabei Haltung bewahren. Bei vorsichtigem Start soll dies heute ein angenehmer Waldlauf werden. So kommt es auch für lange Zeit. Beim Teuto-Lauf ist es von Vorteil, die Strecke zu kennen. Ich weiß genau, wo ich Zeit gut machen kann und wo Geduld verlangt wird. Im Vorjahr war ich zu 4 Gehpausen gezwungen, heute ist es eine weniger. Das lässt mich hoffen, vielleicht etwas schneller zu sein. Doch nach dem letzten Abstieg stürze ich in die Fettverbrennung. Die Luft wird knapp, die Beine kraftlos, mein Tempo nähert sich dem Stehversuch. Dem Ziel greifbar nahe, werde ich im Feld durchgereicht und verpasse um 9 Sekunden den 3. Platz. Also doch wieder altersgerecht langsamer als ein Jahr zuvor. Der Ausfall der Siegerehrung erspart mir zumindest ein langes Gesicht.
Ich tröste mich mit dem Besuch der Familiendusche. Hier allerdings wird mir das Vergnügen gar zu groß. Als einziger Mann im Kreis von sportlichen Damen mache ich kurzen Reinigungsprozess und ergreife mit dem Handtuch auch die Flucht.
 

387

27.09.14 Witten, Ruhrtal-Marathon
1/10/21,1/42,2

Die Terminflucht aus den Herbstferien bringt dem PV keine Steigerung der Teilnehmerzahlen. Dafür aber allerschönstes Spätsommerwetter. Und alle, die mitmachen, sind voll des Lobes über die schöne Strecken-führung. Mit rund 400 Finishern über alle Distanzen bleibt es eine famliäre Größenordnung. Kein Gedränge an der Kuchentheke, das ist ja auch schön. Dafür ist man allerdings auch auf der Strecke oft allein unterwegs. Eher etwas für willensstarke LäuferInnen, oder für solche, die sich am schönen Ruhrtal erfreuen können. Lobenswert schließlich, dass der PV dennoch alle Altersklassen ehrt und großzügig Preise verteilt.
 

Zu meinem Lauf: 10km, 45:37, 1. M60 von 4, 12. gesamt von 141 (9%)

Was heute möglich ist, weiß ich am Start noch nicht. Doch bin ich bereit, alles zu geben, das ist Pflicht bei einem Heimrennen. Hemmungslos beschleunige ich von Beginn an. Dass die Uhr 3:48 für den ersten km anzeigt, halte ich dennoch für falsch und werde bestätigt, als ich den zweiten mit 4:59 stoppe. In der Summe stimmt's wieder. 30 Meter vor mir läuft Jens L., hinter mir ist nichts in Sicht. Alleinlaufen fällt mir schwer, deshalb bin ich froh, als ich nach 5km zu Jens aufschließe, und bin umso enttäuschter, als er sehr bald schon zurückfällt. Nun heißt es beißen. Hier am Kemnader See kenne ich natürlich jeden Meter und kann mir die Strecke einteilen. Was bedeutet: Immer möglichst genau am Limit laufen. Je näher das Ziel kommt, umso mehr schrecke ich die Spaziergänger mit lautem Stöhnen auf. Bei km 9 rechne ich mir glatte 45min aus, doch dann will der letzte Kilometer nicht enden, wird lang und länger. Alle, die mich ins Ziel torkeln sehen, glauben, ich sei Marathon gelaufen. Der Blick auf die Uhr enttäuscht zunächst, doch bald überwiegt die Freude über die Jahresbestzeit: Doch noch einmal unter 46 Minuten.


Nach 3km ist die Haltung noch kontrolliert. (Foto Heinz Schier Eventfotografie)
 

386

13.09.14 Pauillac (F), Marathon du Medoc
42,2

Für laufende Rotwein-Trinker, diese Kombination soll ja nicht so selten sein, gibt es kein schöneres Ziel als die Teilnahme am Medoc-Marathon. 22 Weingüter öffnen ihre Fässer für die 10.000 LäuferInnen, die vorbei kommen, und nicht selten länger bleiben, als die Stoppuhr erlaubt. Der Marathon des Chateaux du Medoc ist nicht zuletzt ein großer Karnevalszug, denn fast alle Teilnehmer sind kostümiert. Eine derart ausgelassene Stimmung am Start und auf der Strecke ist einmalig. Die 42km gipfeln in einem 4-Gang-Menü ab km 38, das aus Austern, Entrecôte, Käse und Eis besteht. Doch auch schon vorher setzen die Verpflegungsstände Maßstäbe, ganz abgesehen vom Rotwein. Die allermeisten LäuferInnen nutzen denn auch das Zeitlimit von 6:30 Std aus, doch so manche überschätzen ihr Fassungsvermögen und bleiben auf der Strecke. Damit verpassen sie das stilechte Finisher-Präsent, das nicht nur aus der Medaille, sondern auch aus einer Flasche Rotwein und 2 Gläsern besteht.

Zu meinem Lauf: 42,2km, 5:09:50,
2323. gesamt von 10196 (inkognito)

Mein persönliches Abstinenz-Vorhaben heißt, nicht mehr als 1 Liter Rotwein zu trinken, um ohne bleibende Schäden ins Ziel zu kommen. Doch dann kommt alles etwas anders. Erstens ist es viel zu heiß, um sich den Wein schmecken zu lassen. Zweitens ist meine Damen-Begleitung aus der interAir-Gruppe weitgehend abstinent und vergleichsweise leistungsorientiert. Am Anfang sind wir erzwungen langsam, weil man kaum von der Stelle kommt, dann aber überholen wir ab 10km noch rund 3.300 Läufer, sind in der 2. Hälfte 10 Minuten schneller als in der ersten, und trotz vollständiger Menüfolge im vorderen Viertel des Feldes im Ziel. Bei 30°c schmeckt tatsächlich das Bier noch besser, und davon schaffe ich dann mehr als 1 Liter, aber erst im Ziel.

 

385

07.09.14 Bochum, Halbmarathon
10/21,1

In seinem 4. Jahr hat sich der Halbmarathon zwischen Schauspielhaus und Altenbochum weiter zum Guten entwickelt. Er bietet die volle Infrastruktur einer Großveranstaltung. Nur haben das leider die LäuferInnen noch nicht gemerkt. 1.100 Finisher auf der Hauptdistanz sind erheblich ausbaufähig. Sicher, das Höhenprofil ist für einen Stadtlauf selektiv zu nennen, und auch ein 2-Runden-Kurs ist im allgemeinen nicht beliebt. Dafür gibt es viele Wendepunkte. Jeder kann das Feld vor und hinter sich im Auge behalten und Lauffreunde fröhlich begrüßen oder kritisch beäugen. Das sorgt für Kurzweil auf der Strecke, auch wenn nennenswert viele Zuschauer nur am Start und in Altenbochum zu finden sind. Die großzügige Zielversorgung lässt keine Wünsche offen, und sogar die Medaille ist jetzt einigermaßen vorzeigbar. Es gibt also keinen Grund, im nächsten Jahr nicht mitzulaufen.


Zu meinem Lauf: 21,1km, 1:41:34, 2. M60 von 21 (10%), 199. gesamt von 1138 (17%)

Dieser Lauf kann für mich nur emotional werden,
denn es ist wie ein Lauf durch mein Leben. Auf der Route passiere ich meinen Kindergarten, die Grundschule, die immer noch existierende Fahrschule, das Gebäude meiner Lehrfirma, das frühere Kreiswehrersatzamt, das meine Verweigerung ablehnte (letztlich vergebens), und schließlich noch das Grab meiner Mutter.
Einmal unterwegs, ist das alles aber weit weg. Schließlich ist das hier ein Wettkampf!

Ich traue mir nicht viel zu und begleite erstmal Pacemaker Stefan im 5min-Tempo. Bald spüre ich, dass heute mehr geht, und laufe zu Klaus H. auf, der aber keine erkennbare Freude an meiner Anwesenheit hat. Das hilft mir natürlich umso mehr. Ich lasse mich lange nicht abschütteln, bis mich ein Hustenanfall packt. Klaus ist gleich 20 Meter weg und nicht mehr einzuholen. Aber diesen Abstand halte ich bis zur Ziellinie und ahne schon, was sich bestätigt: Netto bin ich um Sekunden schneller. Altersbereinigt allerdings um Längen hinter ihm. Zufrieden bin ich vor allem mit der Zeit, zumal ich mich nun Stadtmeisterbesieger nennen kann: Peter ist ungesehen hinter mir (vgl. Bericht 380).

384

31.08.14 Bochum, Kemnader Burglauf
4/10/21,1

In der 9. Auflage wächst der Kemnader Burglauf weiter und verzeichnet mit 1.165 TeilnehmerInnen einen neuen Rekord. Für den guten Zweck kommen die Läufer von weither angereist. Die bundesweit organisierte Duchenne Stiftung unterstützt mit der Aktion Benni & Co. unheilbar muskelkranke Kinder. Heute kommen über 24.000 Euro an Spenden hinzu! Im Innenhof der Wasserburg Kemnade herrscht buntes Treiben mit Live-Musik und zahlreichen Info- und Versorgungsständen. Beim Lauf geht es entsprechend entspannt und gut gelaunt zu. Altersklassen werden nicht gewertet, viele nutzen die Runde als Trainingseinheit und gehen es ruhig an.
Läufer bedanken sich bei den Helfern, und die Helfer bei den Läufern. Ein schöner Tag am See, wenn nur nicht noch der Regen dazu gekommen wäre.

Zu meinem Lauf: 21,1km, 1:53:39, 141. gesamt von 246 (57%)

Auch für mich soll es eine Trainingseinheit auf der heimischen Seerunde sein. Das Ziel ist bei 2:00 gesetzt, doch wie so oft wird es etwas schneller, nicht zuletzt weil Frank immer wieder forciert und sich nur mit wiederholtem Zureden bremsen lässt. Am Ende bin ich aber selbst der Täter, als ich im geplanten 3km-Endspurt mich von einem Jungspund ziehen lasse und im 4:38er Schnitt ins Ziel renne. Ob es aber nächsten Sonntag tatsächlich so viel schneller geht, da bleiben Zweifel.
 

R17

10.08.14 London (UK), London Ride 100
139km (gekürzt von 100 Meilen = 161km)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rennradbegeisterung in Großbritannien kennt nach 2 Siegen bei der Tour de France keine Grenzen.
24.000 Radler hatten eine der begehrten Startnummern erhalten, rund 21.000 kamen schließlich ins Ziel. Und das unter Bedingungen, bei denen in anderen Ländern wohl nur ein Bruchteil überhaupt an den Start gegangen wäre. Aber taffe Briten erschüttert so leicht nichts. Sintflutartiger Regen wird stoisch hingenommen, oder man macht sich sogar einen Spaß daraus, durch die Fluten zu fahren. Beachtlich auch die Vielzahl junger, sehr sportlicher Frauen, die enormen Druck auf der Pedale haben und manchmal schulterfrei durch den Wolkenbruch sausen. Auch die Organisation braucht sich vor keinem Event der Welt zu verstecken. Im 2-Minuten-Abstand werden die Massen auf die Strecke geschickt, wie nach Schweizer Uhrwerk, tausende Helfer sorgen für eine perfekt abgesperrte Strecke und ordentliche Verpflegungsstationen. Ungewohnt ist für kontinentale Vielfahrer, dass sich hier keine großen Gruppen bilden. Fast alle Teilnehmer fahren einzeln vor sich hin. Angesichts des heutigen Wetters ist das aber auch sicherer. Der Veranstalter hatte nach der Wetterwarnung bereits reagiert und die Strecke auf 86 Meilen verkürzt.


Zu meinem Rennen: 139km, 4:30:19 (keine Rangliste)

In der Woche zuvor hatte ich beim Bundesradsporttreffen in Werne schön trainiert. Trotzdem gehe ich entspannt und ohne große Ambitionen an den Start, zumal die Strecke gekürzt und somit nicht vergleichbar mit dem Vorjahr ist. Das Wetter führt dazu, dass ich mir unterwegs ein ungeplantes Ziel setze und auch erreiche: Erstmals fahre ich ein Rennen von Anfang bis Ende durch, ohne einmal abzusteigen. Die Verpflegungsstationen ignoriere ich. Getränke sind heute kein Mangel, man muss ja nur den Mund weit aufmachen und wird sogleich bestens hydriert. Die letzten 15 Meilen sind mit einem Schnitt von über 33km/h die schnellsten. Dabei hätte ich vorher nicht gedacht, dass man bei solchen Niederschlägen überhaupt radfahren kann. Allein wäre ich jedenfalls nicht durch die Fluten gefahren, die einige Male bis zur Kurbel hoch reichten. Selbst bei sommerlichen RTFs war ich in meinem ganzen Radlerleben erst ein einziges Mal schneller. Das spricht für doch für gute Form trotz eigentlich begrenzten Radtrainings.
 

383

26.07.14 Davos (CH), 29. Swiss Alpine Marathon
10/21,1/32,9/C42,2/K42,2/79

Mit einer verwirrenden Vielzahl von Distanzen und Wettbewerben versucht der Swiss Alpine, die Zielgruppe zu maximieren. Der Grund ist nachvollziehbar, angesichts des im Sommer wenig attraktiven Ortsbildes und der vom Skizirkus verschandelten Berge drumherum. Da muss man schon ein Stück weit laufen, um die Schönheit der Natur zu erkennen. Heute bleibt die Aussicht aber verwehrt, denn bei der 29. Auflage des Klassikers herrscht erstmals ganztägiger Dauerregen. Umso größer der Dank an die über 1000 Helfer, die zum Teil bei eisiger Kälte im Hochgebirge stundenlang die Läufer versorgen. Beeindruckend auch die aufmerksame ärztliche Fürsorge an den kritischen Streckenpunkten. Hier hat ein erfahrener Veranstalter alles im Griff. Dankbar nehmen die Läufer an der Keschhütte auf 2.735m die angebotenen Regenponchos entgegen. Der Rettungsdienst vermeldet einen gebrochenen Oberarm als einzigen ernsthaften Fall. Das liegt auch an der Um- und Rücksicht der Teilnehmer, die mit dem nötigen Respekt auf die rutschigen Abstiegswege gehen. Knapp 700 K78er und fast 1000 K42er kommen wohlbehalten ins Ziel. Die Zeitspanne geht dabei von 6:30 Std für den K78-Sieger Jonas Buud bis zu 14:20 Std für den letzten Finisher.

 

Zu meinem Lauf: 42,2km/1840Hm, 5:51:40, 6. M60 von 34 (18%),  395. gesamt von 981 (40%)

Am Start habe ich nur einen Gedanken. Heute geht es auf 2.800 Meter hoch, und das Wetter sieht so aus wie damals beim Zugspitzlauf. Die Vorhersage aber beruhigt, es soll nicht unter 7°c werden, kein Schnee und kein Wind. Trotzdem sind an der Keschhütte meine Finger so gefühllos, dass ich lange brauche, um die Regenjacke anzuziehen. Der Höhenweg hinüber zum Sertigpass wird mühsam. Immer wieder muss man seinen Weg durch den Morast suchen. Dann beginnt der endlos lange Abstieg. Ein Sprecher verkündet mich unterwegs als 4. meiner Altersklasse. Das stellt sich später als falsch heraus, doch erstmal motiviert es mich. Ich habe inzwischen Hilfe in Gestalt von Herwig erhalten, der mich über die letzten 10km und unter die 6-Std-Marke zieht. Ich bemühe mich um ein strahlendes Finisher-Foto. Das gelingt nicht ganz, doch ich habe schon schlechter ausgesehen im Ziel. Herz gesund, Beine tolerant, Hirn leer. Also alles in Ordnung.

 


R16

06.07.14 Corvara (I), 28. Maratona dles Dolomites
55/1800, 108/3000, 138/4300



Oft genug schon habe ich hier in höchsten Tönen vom Maratona geschwärmt. Es ist das schönste Rennen, das man als Rennradfahrer in den Bergen der Welt finden kann. Die Landschaft ist unvergleichlich, die Organisation überaus liebevoll und detailbemüht, die Teilnehmer entspannt und rücksichtsvoll. Bei der 28. Auflage gibt es weitere Verbesserungen mit der jetzt reibungslosen Startnummernausgabe und dem kostenlosen Rad-Parkplatz im Ziel. Nur mit einer Neuerung hat man sich bei der Mehrzahl der Teilnehmer nicht beliebt gemacht. Kurz vor dem Ziel eine Schikane von 19%iger Steigung zur Gaudi der Zuschauer einzubauen, kann nur die Idee der Marketing-Leute gewesen sein, nicht der organisierenden Sportler. Wer viele Stunden auf dem Rad unterwegs war und stolz sein kann, die Dolomitenpässe überwunden zu haben, will nicht im Tal den Zuschauern vorgeführt werden. Ich kann nur hoffen, dass dieser Irrweg einmalig ist.


Zu meinem Rennen: 138km, 8:24:37, 91. M60 von 128 (71%), 3516. gesamt von 4.479 (78%)

Beim Maratona ist es von großem Vorteil, das Streckenprofil zu kennen. Bei meinem 6. Start hier kann ich durch Routine den fehlenden Trainingsaufwand ersetzen. Das Radfahren stand hinter dem Laufen zurück, die Ausdauer und die Kraft fehlen, deshalb gehe ich mit großem Respekt und einigem Zweifel ins Rennen. Dann bin ich an der entscheidenden Zeitkontrolle 35 Minuten vor dem Cut. Das lässt mir keine Wahl: Die lange Strecke ist Pflicht. Der hundsgemeine Passo Giau mit seinen 13%-Rampen wird wie erwartet noch schwerer und länger als sonst. Irgendwie komme ich ohne abzusteigen hoch. Der Rest ist Schaufahren, und der Wettergott spielt auch mit. Nur die neue "Katermauer" schiebe ich aus Protest im Schnellschritt hoch und werde dabei nicht einmal überholt. Schließlich fahre ich mit einem Lächeln ins Ziel. Bei diesem eher bescheidenen Ergebnis zeigt das doch eine gewisse Größe. Irgendwann ist man eben auch mit Ankommen zufrieden.


 

382

14.06.14 Llanwrtyd Wells (Wales/UK), 35. Man versus Horse Marathon
38,6

Der Landschaftslauf "Menschen gegen Pferde" ist eine Veranstaltung, wie sie nur in Großbritannien erfunden worden sein kann. In 35 Jahren hat bisher zweimal der Mensch die Nase vorn gehabt: Huw Lobb gelang 2004 als erstem die Sensation. Er kassierte dafür den 25 Jahre lang angewachsenen Jackpot von 25.000 Pfund!

Der Klassiker ist populär. Rund 500 Läufer und 60 Pferde lassen sich das Spektakel in dem entlegenen Dorf in Mittelwales nicht entgehen. Der Veranstalter wirbt mit diesen Zahlen als "größtes Pferderennen der Welt". Wenn sich die Teilnehmer am Start versammeln, sieht man vorwiegend kernige, junge Briten. Anfänger treten hier nicht an. Auch die vielen jungen Läuferinnen sehen so aus, als könne sie nichts schrecken. Das sind auch die besten Voraussetzungen, um hier ins Ziel zu kommen. Abgesehen von den über 1000 Höhenmetern auf steinigen Wegen beglückt die Strecke mit weglosem Moorgebiet, zahlreichen tiefen Wasserpfützen und ein paar zu durchquerenden Bächen. Künstliche Hindernisse müssen hier nicht erdacht werden, die Natur bietet mehr als genug davon. Die neudeutsche Bezeichnung "Traillauf" wirkt hier ungenügend.

Entsprechend entspannt sind die Läufer; Pferd und Reiter allerdings nicht immer, denn das Gelände stellt höchste Ansprüche. Dank Britischer Rücksichtnahme kommt es auch auf engen Pfaden nicht zu Konflikten zwischen Zwei- und Vierbeinern, und für ein freundliches Wort ist immer Zeit. 38 Kilometer werden zu einem grandiosen Erlebnis von Natur, eigener Leistung und gemeinschaftlichem sportlichen Genuss.

Fotogalerie 2014   Artikel Daily Telegraph mit schönem Video


Zu meinem Lauf: 38,6km, 4:28:58,
4. M60+ von 17, 155. gesamt von 328 (ohne Staffeln und Pferde)

Einen Tag beim Man versus Horse vergisst man nicht. So hatte ich auch meinen Start vor 12 Jahren noch gut im Gedächtnis. Dachte ich ... Doch dann wird es viel schwerer als erwartet. Die Strecke verlängert, mit noch mehr Bergen. Die Vorfreude ist groß, am Start bin ich die Ruhe selbst, im Vergleich zu zappeligen Vierbeinern mit Schaum vor dem Mund. Zum Glück starten die erst 15 Minuten nach uns. Bis sie uns einholen, werden sie sich beruhigt haben. Dann beginnt der Spaß. Das Vergnügen ist groß, solange die Kräfte reichen. 3 Stunden lang bin ich begeistert, mache Small Talk mit den Läufern und den Reiterinnen Komplimente. Dann wird allmählich aus Freude eine Qual. Ich stelle mit Erschrecken fest, wie weit es noch ist, und das verbleibende Vergnügen besteht nur noch darin, es geschafft zu haben. Die Uhr tickt unerbittlich, ich bin 1 Stunde langsamer als vor 12 Jahren! Erst der Blick auf die Ergebnisliste lässt die Enttäuschung vergehen. Von 58 gestarteten Pferden kommen 40 ins Ziel, davon sind tatsächlich 10 hinter mir. Für einen alten zweibeinigen Gaul gar nicht so übel.

Fotobericht von 2002


 

381

18.05.14 Gelsenkirchen, 2. Vivawest-Ruhrmarathon
10/21,1/42,2

Vor allem der Zusammenarbeit mit dem Sponsor WAZ verdankt der Vivawest-Marathon, dass er weiterhin das Image des "Ruhrmarathon" bewahren kann. Dabei lassen ihn die Teilnehmerzahlen bei der Vorzeige-Distanz auf die Nummer 3 an der Ruhr zurückfallen, hinter Baldeneysee-Marathon und Duisburg-Marathon. Das ist bedauerlich, denn der betriebene Aufwand für die Versorgung der Läufer und die Streckenabsperrung ist enorm. Als Läufer auf der 42km-Strecke gewinnt man den Eindruck, es seien mehr Helfer aufgeboten als Teilnehmer aktiv dabei. Für 900 Marathon-Läufer und einige Staffeln das halbe Revier abzusperren, dürfte nicht lange mehr durchsetzbar sein. Schade, denn es ist eine Veranstaltung mit dem nostalgischen Flair des dahingegangenen Ruhrpotts.
 

Zu meinem Lauf: 42,2km, 4:00:20, 8. M60 von 36 (22%), 356. gesamt von 903 (39%)

Ich habe diesen Start als meinen Straf-Marathon bezeichnet. Nachdem ich beim ersten Versuch des laufenden Jahres gar nicht erst antreten und beim zweiten nur ins Ziel kriechen konnte, wollte ich wissen, ob es denn überhaupt noch geht. Soviel vorab: Viel besser ist es nicht geworden. Hoffnung macht, dass ich zumindest die ersten 30km problemlos zurücklegen konnte. Lange behalte ich sogar den 3:45-Pacemaker im Blick. Immer wieder laufe ich auf das Trio mit Oliver Sch. auf, wenn die Drei sich bei der Verpflegung eine Pause gönnen. Beneidenswert, wie locker der Wittener Ultraspezialist dahertänzelt. Dann aber scheitert mein Stoffwechsel an der Umstellung auf 100% Fettverbrennung. In kürzester Zeit werde ich zu einem kraftlosen schlappen Laufsack. Mühsam arbeite ich mich mit deprimierenden Gehpausen über die Strecke. Erst auf den letzten 2km beginnt die warme Cola zu wirken, und nur um Sekunden verpasse ich die schon aus dem Auge verlorene 4-Std-Marke. Hätte ich doch nur einmal auf die Zähne gebissen, statt in eine weitere Gehpause zu fallen. So bestraft mich der Marathon nach einer Quäl-Phase auch noch mit der 4 vorne. Ich tröste mich mit der Ausrede der sommerlichen Temperaturen und weigere mich, enttäuscht zu sein.
 

380

06.05.14 Witten, Leichtathletik-Stadtmeisterschaft
5000m

Immerhin 26 Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, statt des wöchentlichen Tempo-Trainings auf der Tartanbahn im Wullenstadion bei der Stadtmeisterschaft zu starten. Trotz des gleichzeitigen Trainingslagers auf Mallorca ist der PV-Triathlon am stärksten vertreten, was gleichbedeutend ist mit einer hohen Frauen-quote. Ein flottes Läufchen am Dienstagabend, verbunden mit einem familiären Pläuschchen am eigens angeworfenen Bratwurstgrill. Schön, dass es das gibt.


Zu meinem Lauf: 5000m, 22:54, 2. M60 von 3, 15. gesamt von 26

Nach nur 2 Tagen schon wieder zu starten, das geht nur, weil die Muskeln tatsächlich katerfrei sind. Das spricht eigentlich für gute Form. Trotzdem lasse ich mich in den 24min-Start einordnen, damit ich nicht zu schnell angehe. Das gelingt. Ich hänge mich mit 1:50er Runden an Peter K., bis der plötzlich Platz macht und zurückfällt. Nun ziehe ich allein über die Bahn, halte das Tempo und beschleunige nur auf den letzten 200 Metern. Den Altersklassen-Meistertitel mal eben so mitzunehmen, hatte ich aber nur gedacht. Überraschung! Ein neues Gesicht erdreistet sich, schneller zu sein, und Peter P. ist auch noch mein Jahrgang. Brav bekunde ich Freude über die neue Konkurrenz und Herausforderung, während ich denke: Na warte, das nächste Rennen kommt bestimmt!
 

379

04.05.14 Bochum, 13. Lauf um den Kemnader See
1,3/10,0

(Foto von Tina Vordenbäumen)

Über 500 Finisher bedeuten Teilnehmerrekord bei der 13. Auflage des Laufs der LGO Bochum um den Kemnader See. Dabei geht es gar nicht mehr rund um den See, sondern nur auf Bochumer Seite zweimal hin und her. Doch das kommt gut an, denn so ist die Strecke schneller, und auch die Zuschauer haben mehr davon. Auch das neue Start- und Zielgelände in Heveney bewährt sich sofort, besonders bei diesem schönen Wetter. Kaffee und Kuchen sind lecker und viel zu billig. Nur am Start ist es eng und kostet Zeit, so dass man sich fast schon eine Nettozeitnahme wünschen würde.


Zu meinem Lauf: 10km, 45:59, 2. M60 von 17 (12%), 169. gesamt von 529 (32%)

Ausnahmsweise sind mal 3 Wochen Luft zwischen London und diesem Heimatlauf, so dass der Start zur Pflicht wird: Ein Wettkampf auf der alltäglichen Trainingsstrecke. Der Andrang ist groß, und am Start gehen gleich 10 Sekunden verloren, bis alle einigermaßen in Gang kommen. Das Tempo pendelt sich ein, ich kann gleichmäßig laufen, nur einige häßliche Hustenanfälle lassen mich schmerzhaft nach Luft schnappen. Konkurrent Reinhold H. ist heute so flott, dass ich ihn erst beim Studium der Ergebnisliste entdecke. Er trainiert täglich, verrät er mir bei der Siegerehrung, und kommt auf wöchentlich 60km. Das gibt mein Laufapparat nicht mehr her, jedenfalls nicht auf Dauer. Immerhin ist der letzte Kilometer mit 4:28 heute mein schnellster. Mit Herzinfarkt-Endspurt komme ich gerade noch unter 46 Minuten. Sehr wahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Läuferleben. Zufrieden lasse ich mir das Bier schmecken.
 


Die Beobachter zeigen eine Mischung aus Amüsiertheit und Besorgnis, doch der Athlet ist schnell erholt vom gesundheitsgefährdenden Endspurt.

 

378

13.04.14 London, 34. London-Marathon
42,2

Bildbericht folgt
 

Zu meinem Lauf: 42,2km, 4:16:31, 189. M60 von 485 (39%), 15.577. gesamt von 35.819 (43%)

Es hätte so ein schöner Tag werden können. Schönstes Lauf-Wetter, noch mehr gut gelaunte Zuschauer als sonst. Dann wird es mein schlechtester Marathon aller Zeiten - bis jetzt, wer weiß, was noch kommt ...

Schon in der Nacht bemerke ich, dass etwas nicht stimmt. Vor dem Start zwingt es mich mehrfach aufs Dixi-Klo. P meint später, es könne am vielen Knoblauch von gestern Abend gelegen haben. Hoffentlich hat sie recht, dann ist die Ursache wenigstens einfach  vermeidbar.

Trotzdem fühlen sich die ersten Kilometer leicht und locker an. Doch die Versuche von Nahrungs- und Getränkeaufnahme enden im Desaster. Bis 25km halte ich das Tempo noch. Dann wieder Dixi, und dann das Ende. Abwechselnd Gehen und Laufen. Ab 39km nur noch Gehen. Aus Furcht vor Unterzuckerung bewege ich mich nur noch vorsichtig dem Ziel entgegen. So hält wenigstens die Serie, und ich
werde für alle Qualen mit der schönsten aller 15 London-Medaillen belohnt.

(Isaak-Foto: Zwanghaftes Lächeln beim finalen Spaziergang auf dem Birdcage Walk)
 

377

30.03.14 Venlo, 9. Venloop Halbmarathon
0,5/1/5/10/21,1

Die Holländer können feiern. Das beweisen sie als Zuschauer beim Venloop. Doch der Lauf ist keine reine Karnevalsveranstaltung, auch wenn sich die zahlreichen Blaskapellen am Rande oft so anhören. Vorne läuft internationale Top-Elite. Und auch ambitionierte Hobbyläufer kommen auf ihre Kosten. Der Start ist perfekt organisiert. Nach knallenden Konfettikanonen werden alle durch einen kurzen Flaschenhals geschickt, und ab der Startlinie kann jeder sofort sein Tempo laufen. Die Strecke ist flach und schnell. Es gibt Zwischenzeiten alle 5km. Doch vor allem ist die Stimmung grandios. Das Ganze ist ein großes Volksfest. Die Menge ist gut gelaunt und motiviert die Läufer. Da stört es nicht, wenn man atemlos an Weintrinkern vorbeilaufen muss. Im Ziel gibt es schließlich ein Bierzelt. Und natürlich eine Pommesbude.


Zu meinem Lauf:
21,1km, 1:42:12, 17. M60 von 220 (8%), 830. von 6.332 (13%)

Nur kurz hatte ich erwogen, mich heute für London zu schonen. Zu sehr reizt es, auf schneller Strecke und vor vielen Zuschauern alles zu geben. Außerdem sind hier 100 Wittener dabei. Da muss ich schon zeigen, was ich drauf habe!

Der flotte Start macht gute Laune. 9:04 für die ersten 2km. Dann hänge ich mich an ein routiniertes Veteranen-Paar aus Kevelaer, das schön gleichmäßig läuft. Bis die beiden langsamer werden, und ich mich an 4:45min/km halte, solange es geht. Schon nach 15km ist das vorbei. Die Glykogenvorräte sind plötzlich leer. Ich kann gar nicht soviel atmen, wie ich Sauerstoff brauche. Die Lunge ist am Limit. Die Beine werden lahm. Das Gesicht wird zur Grimasse. Die Frau aus Kevelaer fliegt an mir vorbei. Mit größter Willens-anstrengung halte ich immerhin ein 5min-Tempo. Das ist kein Einbruch. Der kommt erst hinter der Ziellinie. Nie zuvor war ich so fertig nach 21km. Kotzgrenze überschritten. Habe ich mich letzte Woche noch bei meinen Knochen bedankt, muss ich mich heute bei meinem ganzen Körper entschuldigen. Das war zuviel für ihn.

376

23.03.14 Palma de Mallorca, 22. Halbmarathon
4,1/10/21,1

Der Halbmarathon auf der Promenadenstraße Palmas hat bereits Tradition. Die Bestenliste zeigt berühmte Namen wie Martin Fiz, Marathon-Europa- und Weltmeister. Die flache Pendelstrecke zu Füßen der Kathedrale bietet beste Voraussetzungen für schnelle Zeiten. Dazu muss man sich allerdings in die allerersten Reihen stellen, sonst besteht die Gefahr, im Chaos des gemeinsamen Starts der 3 verschiedenen Distanzen ausgebremst zu werden. Die weitaus meisten Teilnehmer (2.280) starten über die 4,1km und benötigen dafür bis zu 52 Minuten. Fröhliche Mütter mit Kinderwagen starten zum Glück in den hinteren Reihen. Doch auch vorne im Feld wird man ausgebremst von "Sportlern", die nach wenigen Hundert Metern gehen, und von kreuz und quer laufenden Kindern. Nach 3km biegen die Kurzstreckler ab, erst danach ist Geradeauslaufen gewohnt problemlos.

Für 25€ (bei online-Anmeldung noch 2 Tage zuvor) gibt es ein T-Shirt und eine Medaille, Zwischenzeiten alle 5km, gute Getränkeversorgung und eine bestens abgesperrte Strecke. Also eine empfehlenswerte, sportliche Angelegenheit, wenn man den Start heil überstanden hat.


Zu meinem Lauf: 21,1km, 1:50:06, 10. M60 von 21 (48%), 532. von 885 (60%)

In das Radel-Wochenende auf Mallorca musste ich ohnehin irgendwie einen längeren Trainingslauf hineinquetschen. Vor der Anreise noch unbemerkt, kam mir diese schöne Veranstaltung da gerade recht. Es kam nur darauf an, sich nicht zu übermäßigem Tempo hinreißen zu lassen. Das gelingt mir nur so halb. Zwar bewege ich mich gebremst, aber nicht so langsam wie ich wollte. Das kennt jeder: Ein einmal gefundenes Tempo lässt sich nur schwer wieder runterregeln. Ich horche fortwährend in mich hinein. Die Schwachpunkte der letzten Wochen melden sich nicht. Schmerzfrei laufe ich fröhlich ins Ziel. Die Beine sind nachmittags noch einverstanden mit einer kleinen Radtour auf den Hausberg nach Galilea. Schön, wenn man eben mal so zwischendurch einen Halbmarathon laufen kann. Ich danke meinen Knochen.

375

16.03.14 Hörnum-List, 33. Syltlauf
33,3

Der traditionsreiche Lauf entlang Deutschlands längster Nordsee-Insel ist ein Unikum. Die Veranstalter nehmen Rücksicht auf das Durchschnittsalter der Teilnehmer und verzichten auf moderne Kommunikation. Die Anmeldung erfolgt per Vordruck auf dem Postwege, die Bestätigung kommt als handgeschriebene Ansichtskarte. Der meistbenutzte Begriff in der Ausschreibung lautet "nicht verhandelbar". Das gilt selbstverständlich auch für das strenge Zeitlimit von 4 Stunden. Und doch ist dieser Lauf mit ungewöhnlich viel Liebe organisiert. Im Ziel wird jedem Finisher per Handschlag gratuliert, jede Syltläuferin erhält eine Rose  und die Siegerehrung wird mit Herzblut zelebriert, mit besonderer Anerkennung für die Volksläufer im Feld. Es ist gerade diese nordfriesische Art von ruppiger Liebenswürdigkeit, die die Stimmung dieses Laufes ausmacht und derentwegen alle immer wieder kommen. Und wir kommen wegen des Syltlaufs, nicht wegen Sylt.


Zu meinem Lauf: 33,3km, 2:56:24, 8. M60 von 28 (29%), 199. gesamt von 710 (28%)

Die Erwartungen sind gedämpft nach einer durch kleine Verletzungen immer wieder unterbrochenen Vorbereitung. Und dann noch dieser Wind heute. Nichts ist beim Syltlauf wichtiger als die Windrichtung. Heute bläst es in Stärke 6-8 von vorne links auf uns zu. Kein Tag für Bestzeiten, auch nicht für die Sieger.

Ich suche mir immer wieder Windschatten. Wirklich helfen tut das auch nicht. Bis kurz hinter Westerland fühle ich mich stark und nicht an der Leistungsgrenze. Dann verabschiedet sich Falko S. nach hinten, ich bin erstmal allein und spüre sehr bald, dass ich die Nahrungsaufnahme vernachlässigt habe. Die zuhause vergessenen Riegel vermisse ich jetzt schmerzhaft. Überraschend kann ich trotzdem noch langsam, aber wohltuend an Jürgen G. vorbeiziehen. Dann kommt der Einbruch, und es sind noch 8km zu laufen! Jürgen sammelt mich trocken und kommentarlos wieder ein und wird 3. M65. Mich rettet schließlich das kleine Stück Traubenzucker, das ich mir gestern noch im Edeka gekauft habe. Am Ende mit Anstand im Ziel, bin ich mit Platzierung und Zeit zufrieden. Aber das hätte heute besser laufen können.

374

05.01.14 Dortmund, 1. Phoenix-Neujahrslauf
3,25/6,5/13

Eine Ozean-Küstenpromenade am Karpfenteich. Diesen Eindruck hat sofort, wer den künstlichen Dortmunder Vorzeige-See auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände zum ersten Mal sieht. Immerhin ist im Zuge des Projektes auch die nahe Emscher renaturiert worden. Wenn man diese Pfütze der Dekadenz zu irgendetwas gebrauchen kann, dann dazu, sie zu umlaufen. Gut 3km geben eine schöne, flache, überschaubare Runde auf bestem Asphalt. So konnte eine Laufveranstaltung direkt am See nicht lange auf sich warten lassen. Während der Halbmarathon am Einigkeitsfeiertag den Westfalen- und den Rombergpark einbezieht, konzentriert sich der Neujahrslauf allein auf den See. Dass der Veranstalter nicht etwa ein Sportverein, sondern eine überwiegend englisch sprechende Event-Agentur ist, passt ins Bild. Glücklicherweise sorgte Volker Hartmann rechtzeitig für das organisatorische Fachwissen. So wurde es eine sprichwörtlich runde Sache am See.


Folty-Foto (www.folty.de): Pacemaker Volker Hartmann führt die 5min-Gruppe sekundengenau über die Runden.
 

Zu meinem Lauf: 13km, 1:03:40, 1. M60 von 6, 52. von 217 gesamt (24%)

Ein richtiger Wettkampf soll das heute nicht werden. Eher ein ordentliches Tempotraining und mal etwas mehr als 10km. So passt die Premiere am Phoenixsee ganz gut ins Programm. Schön, dass es dazu auch noch gut gelaunte Pacemaker gibt. So schließen wir, Frank und ich, uns der 5min-Gruppe an und lassen uns 3 Runden lang ziehen, bevor wir in der letzten Runde alles geben und noch eine Minute rausholen. Ein nettes Läufchen ohne große Quälerei mit hoffentlich gutem Trainingseffekt. Wenn da nur nicht wieder die nächste Zerrung gekommen wäre! Selbst schuld.

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