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Alle meine Wettkämpfe
(letzte Aktualisierung: 23.03.18)
 

siehe auch: schönste Läufe in Westfalen  Trophäen
 

 







"When you combine motivation
with discipline
you get consistency."
(Eliud Kipchoge)
 

Die nächsten Läufe:

16.04.18 Boston (US), Marathon 42,2
22.04.18 London (UK), Marathon 42,2

lfd.
Nr.

Datum

Ort

Name

Event
lfd Nr

 Distz
km

Distz
lfd Nr

ømin
/km

Std

Min

Sek

Link zu persönlichen
kurzen Eindrücken

2018

454 18.03.18

Hörnum

Syltlauf

9 33,3 9 6:06 3

23

21

Insel-Desaster

453 04.03.18

London (UK)

The Big Half

1 21,1 58 5:16 1

51

47

Brexit-Race

452 18.02.18

Herten

Bertlicher Straßenläufe

40 21,1 57 5:18 1

52

40

104 Mal Perfektion

451 14.01.18

Hout Bay (RSA)

Bay to Bay

3 15 35 5:41 1

25

13

Grand Master

450 06.01.18

Constantia (RSA)

Hohenort 15K

1 15 34 5:32 1

22

57

Nacht-Leistung

  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017
  1983-1998  1999  2000-2001  2002  2003  2004  2005 
2006

454

18.03.18 Hörnum - List, 37. Syltlauf
33,3

Die Syltlauf-Macher bleiben ihrer Linie treu. Hier läuft alles noch genau so ab, wie seit 37 Jahren schon. Die Anmeldung erfolgt per Landpost mit ausgefülltem Formular, die Bestätigung erhält man per Sylt-Ansichtspostkarte. Die Ansprache beim Start durch Syltlauf-Vater Franz Beilmann wird vom Winde verweht, doch da er seit 37 Jahren dieselben Späße macht, wissen wir auch so, wann wir lachen sollen.

Wie immer waren die 900 Startplätze für Einzelläufer spätestens ein halbes Jahr vorher ausverkauft. Doch in diesem Jahr erreichen nur 2 Drittel davon das Ziel. Viele treten wohl gar nicht erst an, weil der strenge Winter vom Training abhielt. Nicht wenige brechen aber auch heute den Lauf in Westerland ab, wohl wissend, dass der eiskalte Nordost-Wind ab Kampen seine volle Wirkung enfaltet. Und viele sind nach 4 Stunden noch auf der Strecke. Es sind heute die härtesten Bedingungen seit vielen Jahren, doch beim Syltlauf gibt es kein Pardon. Wer nach 4 Stunden nicht im Ziel ist, bekommt zwar noch seine Medaille, erscheint aber nicht in der Ergebnisliste.


Foto: Warm anziehen heißt es mal wieder beim Syltlauf.


Zu meinem Lauf: 33,3 km, 3:23:21, 4. M65 von 11, 306. gesamt von 609 (50%)

Läufer zählen nicht unbedingt zu den vernünftigsten Menschen. Zum Beispiel ich. Aber es ist ja auch alles gebucht und bezahlt. Da lass ich mich doch von einer banalen Erkältung nicht zurückhalten. Am Start habe ich dann leichte Zweifel, ob das alles so richtig ist. Aber erstmal geht es munter los, der Wind kommt von rechts und wirft uns nur ab und zu aus der Spur. Ich entdecke einen M65er von Spiridon Frankfurt und versuche, an ihm dranzubleiben. Erst ein Hustenanfall, dann die Verpflegungsstation lassen mich mehrfach abreissen. Und der Typ läuft so aufreizend locker, während ich allmählich an meine Grenzen komme. In Westerland muss ich ihn ziehen lassen.

Und dann beginnt das Drama. Schon bei Kilometer 24 bin ich ganzkörpererschöpft und muss die erste Gehpause einlegen. So geht das weiter bis nach List. Auf der Zielgeraden kann ich gerade noch den Sieger der M75 abfangen. Der Spiridon-M65-Mann hat mir auf der zweiten Hälfte 20 Minuten abgenommen. Was für ein Desaster! Ist das alles nur dem Schnupfen geschuldet oder geht es mit mir so steil bergab? Dass ich damit sogar noch den 4. Platz belege, kann mich nur wenig trösten. Aber die Medaille ist wirklich schön. "Königin der Nordsee" ... mit Bescheidenheit hatte man es auf Sylt noch nie.

453

04.03.18 London (UK), 1. The Big Half
21,1 (Fun Run ausgefallen)

Wenn in Südengland mal 2 cm Schnee fallen, ist das Land am Rande des Zusammenbruchs. So bleibt auch die Durchführung der Halbmarathon-Premiere in London noch bis Samstag fraglich. Es handelt sich um ein neues Event der Organisatoren des London-Marathons, das vordringlich als lokales Ereignis aufgezogen wird. So erhalten die Anwohner der 4 Stadtteile, durch die die Strecke führt, die Startnummer für ermäßigte 10 Pfund.

Ansonsten ist die Handschrift des London-Marathons klar wiederzuerkennen. Doch gibt es keine Marathon-Messe. Die Startnummern werden den Teilnehmern vorab zugeschickt. Allerdings nur im Inland. Briefe über den Kanal zu schicken, scheint im Brexit-Country undenkbar. Alle Ausländer müssen sich vor dem Start die Unterlagen holen und dazu noch den Ausweis vorzeigen.

Die Premiere sieht über 11.000 Läufer und Läuferinnen, kann aber an die Stimmung des Marathons bei weitem noch nicht heranreichen. Zuschauer ballen sich nur an wenigen Punkten, auch die Musikunterhaltung ist sehr begrenzt. Dafür ist die Streckenführung einfallsreich. Auf einigen engen Gassen mit mittelalterlichem Kopfsteinpflaster und vielen engen Kurven zeigt man uns die historischen Ecken des alten Londons. Die Siegerzeit von Mo Farah ist mit 1:01:40 folglich auch weit von absoluten Topzeiten entfernt. Bemerkenswert ist die Frauenquote von 49,5%.


Zu meinem Lauf: 21,1 km, 1:51:47, 8. M65 von 48, 3562. gesamt von 11.598 (31%)

Unser London-Wochenende steht unter keinem guten Stern. 2 Nachmittage verbringen wir am Düsseldorfer Flughafen, um am Samstagabend statt in London endlich in Birmingham zu landen und den Rest per Bahn zurückzulegen. Schließlich empfängt uns aber der Sonntagmorgen mit Sonnenschein und die Laufbedingungen sind bestens. Weniger optimal ist, dass ich vor dem Start noch 40 Minuten für die Startnummer anstehen muss. Wenig gentleman-like drängle ich mich etwas vor und kann auf die letzte Sekunde gerade noch meinen Kleiderbeutel abgeben.

Beim Lauf wird es dann nicht besser, aber das liegt an mir selbst. Die schlechte Form von Bertlich bestätigt sich auch heute. Von Beginn an schnappe ich nach Luft. Mit großer Mühe kann ich das geplante Tempo bis km 15 halten, aber dann bröckelt es. Es bleibt mir nur die Hoffnung, dass das an einer nicht ganz ausgeheilten Erkältung liegt und es irgendwann von selbst wieder besser läuft.

Ich wusste nicht, dass die Altersklassen auch in England nach Geburtstagsdatum wechseln. Dann bastel ich mir meinen M65-Platz eben selbst. Sieht wenigstens besser aus.

Übrigens wurde auch noch der Rückflug gecancelt. Von einer Buchung bei "Flybe" kann ich nach dieser Erfahrung nur dringend abraten.

452

18.02.18 Herten, 104. Bertlicher Straßenläufe
0,8/5/7,5/10/15/21,1/30/42,2

Auch die Umbauarbeiten in den gastgebenden Werkstätten-Häusern können den SuS Bertlich nicht aus der gewohnten Ordnung bringen. Souverän wird umorganisiert, so dass man sich schon fragen muss, ob es jetzt nicht noch besser klappt als vorher. Wieder einmal sind über 1000 Läuferinnen und Läufer bei den Bertlicher Straßenläufen zu Gast, die heute zum 104. Mal stattfinden. Das Erstaunlichste ist, dass immer wieder ausreichend Freiwillige aktiviert werden können, und das drei Mal im Jahr. Sie haben den Dank aller Teilnehmer verdient.

Man gewöhnt sich über die Jahre an die Bertlicher Perfektion und ihre Eigenarten, doch dass man 2 Stunden auf die Ergebnisliste warten muss, ist ein Anachronismus. Geschuldet zum einen der für Bertlich typischen Handarbeit, doch vor allem auch der bevormundenden Regel, die Ergebnisse nicht vor der Siegerehrung zu verkünden. Dabei muss man angesichts der wunderbaren Kuchentheke und einem schon professionellen Rund-um-Catering gar nicht befürchten, dass die Leute fluchtartig die Stätte verlassen.


Zu meinem Lauf: 21,1 km, 1:52:40,
3. M65 von 7, 86. gesamt von 168 (51%)

Die Zielvorgabe heißt heute, ein Tempo von
5:20 min/km zu testen. Das ist das Wunschtempo für den Syltlauf in 4 Wochen. Dort gilt es dann aber, das für 33 km zu halten!

Am Ende kommt ein Schnitt von 5:18 zustande. Das sieht nach Erfolg aus. Doch war ich heute wider Erwarten am Limit. Es gibt also noch Einiges zu tun. Dass es damit heute keinen Läuferpokal zu gewinnen gibt, war klar. Die M65-Siegerzeiten sind allerdings über fast alle Distanzen ernüchternd. Es sieht so aus, dass es auch mit Bestform und als Jüngster der AK nichts wird.

Erst im Nachhinein stolpere ich über mein Jubiläum: 40 Mal in Bertlich! Ich hoffe, noch mindestens auf 50 zu kommen, vermutlich dann immer noch sieglos.

(Foto: Wolfgang Steeg, catfun)

451

14.01.18 Hout Bay (RSA), Bay to Bay Run
15/30

Am Start des 15km-Laufs vor dem Hafen von Hout Bay spricht der Moderator zu Recht von Rekordbeteiligung. Es dürften an die 3000 Teilnehmer sein, die sich hier aufstellen. Dabei gehen mindestens noch einmal genauso viele in Camps Bay auf die Langstrecke, die sich als Vorbereitung auf den Peninsula-Marathon im Februar und den legendären Two Oceans am Ostersamstag anbietet. Für Südafrika typisch ist das buntgemischte Feld. Vorne wird Hochleistung geboten, hinten wird oft mehr gewalkt als gelaufen, und dennoch werden alle mit ihrer Leistung voll akzeptiert. Im Ziel sind alle wieder beisammen und versorgen sich im stets fürsorglich aufgebauten Vereinszelt.

Respektvoll ist schon die Begriffswahl. Ab 40 ist man Master, ich bin mit 60 ein Grand Master und die 70jährigen dürfen sich Great Grand Master nennen. Nach deutschen Regeln wäre das jetzt schon mein 2. Lauf in M65, doch in Südafrika wechselt die Altersgruppe nicht zum Jahreswechsel, sondern individuell mit dem Geburtstag.


Zu meinem Lauf: 15 km, 1:25:13,
5. M60 von 48, 294. gesamt von 2.555 (12%)

Montezuma rächt sich nicht nur in Südamerika, sondern hat mich auch hier hinweggerafft und die ganze Woche über Sport unmöglich gemacht. So bin ich glücklich, heute schon wieder an den Start gehen zu können. Vorsichtig teste ich, ob die Eingeweide das laufende Geschaukel tolerieren. Dann kann ich zu meiner Freude das Rennen ganz ordentlich zu Ende laufen. Start ist weckerfreundlich heute erst um 07:30 Uhr, allerdings mit der Konsequenz, dass bald nicht nur das Hemd, sondern sogar die Hose tropfend schweissnass ist. Selbst die atlantische Brise vermag da nicht zu helfen.

So gesehen, darf ich mit meiner Leistung nicht hadern, zumal auf den ersten 5 km gleich 150 Höhenmeter zu bewältigen sind.

Wie immer erfährt man beim Zieleinlauf direkt seine Platzierung im Gesamtfeld. Unter den ersten 300 zu sein, macht sich ganz gut. Da darf ich mein Kärtchen noch stolz in die Ergebnistafel klemmen, während ferner Gelaufene nur noch schnöde in einem Pappkarton gesammelt werden.
 

450

06.01.18 Constantia (RSA), 44. Hohenort 15K
15

Läufe in Kapstadt und Umgebung sind stets gut frequentiert. Dieser hier scheint einen besonders guten Ruf zu haben. Hier treten über 2000 Läuferinnen und Läufer an, obwohl die Strecke alles andere als einfach ist. Über unzählige Rampen und eine besonders fiese Steigung geht es auf ruhigen Straßen mit rund 200 Höhenmetern durch die Vororte am Osthang des Tafelbergs. Unzählige Streckenposten hat der Veranstalter aufgeboten, und alle sind gut gelaunt. Kaum einer läuft an ihnen vorbei, ohne "thank you, marshal" zu sagen. Laufen in Südafrika bietet immer wieder eine besondere, familiäre und freundliche Atmosphäre. Auch mit diesem großen Teilnehmerfeld wird alles in Handarbeit abgewickelt. Nach einer Woche ist die Ergebnisliste wie gewohnt als Excel-Tabelle im Internet abrufbar. Für die freiwilligen Helfer gibt es übrigens einen separaten "Helpers Run" am Mittwoch zuvor, der auch 76 Teilnehmer hatte.
 

Zu meinem Lauf: 15 km, 1:22:57,
17. M60 von 79, 512. gesamt 2.158

Wieder so ein Nachtlauf. Start ist um 06:00 Uhr. Ich bin ohnehin ein klassischer Morgenmuffel und demzufolge der letzte, der um diese Zeit Hochleistung bringen kann. Trotz der vielen Wettkämpfe bin ich eher unzufrieden mit dem Urlaubstrainings-pensum. Das ganze ist wenig strukturiert und das Pensum insgesamt zu gering. Na gut, das soll dann zuhause wieder besser werden. Heute lasse ich es betont ruhig angehen am Start. Auch um 6 Uhr bin ich nach wenigen Hundert Metern schweissgebadet. Den langen Anstieg bei km 9 gehe ich größtenteils, wie fast alle anderen um mich herum. Die Steigung hat etwa 10%, da ist man gehend nicht viel langsamer. Am Ende bin ich in der Lage, noch etwas zu forcieren, und der heute gemäßigte Hustenanfall kommt erst im Ziel. Dort gibt es wie immer Cola, genau einen Becher für jeden, und leider statt einer Medaille ein Paar Socken. 
 

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